Trotzdem ist es der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany gelungen, die Partie so lange wie möglich offenzuhalten. Das Ausgleichstor durch Harry Kane kam aber zu spät, und am Ende muss die Erkenntnis stehen, dass Paris als Titelverteidiger verdient im Finale steht – und nicht die Bayern. PSG war das, was die Bayern in der Summe von Hin- und Rückspiel eben nicht waren: eiskalt im Abschluss, ständig gefährlich – und nun auch noch defensiv stabil. 34 Prozent Ballbesitz in München haben ihnen zu fast genauso vielen – und oftmals hochkarätigeren – Torschüssen (15 zu 18), mehr Eckbällen (8 zu 1) und mehr Balleroberungen (41 zu 38) gereicht, mit denen sie immer wieder Nadelstiche gegen die in der Verteidigung wieder einmal äußerst anfällig wirkenden Münchner setzen konnten.

An dieser Stelle muss ich übrigens Trainer Kompany gegen Vorwürfe in Schutz nehmen, er hätte seine Mannschaft defensiver einstellen müssen, hätte der Pariser Offensivwucht etwas entgegensetzen müssen, anstatt mit offenem Visier in einen ungezügelten Schlagabtausch zu gehen. Das aber ist der FC Bayern 2025/26, mit genau dieser offensiven Spielweise haben sie uns in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League immer wieder begeistert und auch Erfolg gehabt. 116 Tore in der Bundesliga sprechen für sich. Das kann ein Trainer nicht plötzlich abstellen und voll auf Kontrolle und Sicherheit gehen. Im Gegenteil: Damit hätte Kompany nicht nur seine Spieler verunsichert, sondern seine Mannschaft ihrer größten Stärke beraubt.

Leider wird nach diesem Rückspiel aber auch über den Schiedsrichter gesprochen. Denn Schiedsrichter João Pinheiro hatte nicht seinen besten Tag erwischt, zum Leidwesen der Bayern. Das Handspiel von Paris‘ Nuno Mendes war eine klare Gelb-Rote Karte, das Handspiel, das Pinheiro zuvor wiederum bei Bayerns Konrad Laimer erkannt haben will, war für mich auch in der x-ten Wiederholung nicht auszumachen.

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