Unwetter in Süddeutschland
DWD warnt vor „extrem heftigen“ Starkregen
Aktualisiert am 26.07.2025 – 12:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Es schüttet und schüttet – und die Regenmassen summieren sich. Im Süden Deutschlands kann es „extrem heftig“ werden, warnt der Deutsche Wetterdienst.
Ausgerechnet ein Hochdruckgebiet ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) schuld: Über den Azoren dreht sich ein mächtiges Hoch im Nordatlantik – und treibt am Rande eine mäßig warme und labil geschichtete Meeresluftmasse nach Mitteleuropa. Diese Masse zeichnet sich laut DWD durch hohe Luftfeuchtigkeit aus. Bezeichnet wird so eine Wetterlage als „mitteleuropäischer Sommermonsun“.
Die Folge: Es gießt beträchtlich. „Es wird sicherlich den ein oder anderen vollgelaufenen Keller geben“, prognostiziert ein DWD-Meteorologe. Bis zu 150 Liter pro Quadratmeter können demnach in den kommenden Tagen im Süden Deutschlands herunterkommen.
Insbesondere in Baden-Württemberg wird es schon am Samstag kritisch: „Im Tagesverlauf gebietsweise Unwetter durch Gewitter mit örtlich heftigem bis extrem heftigem Starkregen“, sagt der DWD voraus. Zwischen Donau und Bodensee droht die größte Gefahr, dort können in einer einzigen Stunde bis zu 60 Liter pro Quadratmeter fallen.
In Bayern regnet es ab dem Mittag ähnlich stark. Daneben bringen Gewitter kleinkörnigen Hagel und Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometer pro Stunde. Aber auch in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen sind kräftige Gewitter angekündigt, die mit Starkregen einhergehen, den der DWD als „unwetterartig“ beschreibt.
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Im Osten des Landes wird für Samstag ebenfalls Starkregen vorhergesagt, wenn auch in nicht ganz so großen Mengen wie im Süden. In Sachsen und Thüringen rechnen die Experten innerhalb einer Stunde mit 20 Litern pro Quadratmeter. Örtlich begrenzt könne es auch bis zu 40 Liter auf einen Quadratmeter geben.
Während der Regen in Sachsen allerdings bereits am Sonntag nachlässt und in Thüringen am Montag Schluss ist, regnet es im Süden weiter. Laut DWD werden immer wieder Gewitter und Schauer erwartet. An den Alpen setzt Dauerregen ein – und die Mengen haben das Potenzial, Überflutungen auszulösen.
Verregnet jetzt der ganze Sommer? Die Experten beurteilen das mit Blick auf die Wetterdaten der vergangenen Jahrzehnte objektiv-entspannt. „Es ist derzeit schon etwas kühler als sonst Ende Juli“, sagt ein DWD-Meteorologe in Stuttgart. „Aber das wechselhafte Wetter ist eher der Normalzustand.“
