„Schönster Friedhof, den es gibt“

Dahlmeier-Mutter erklärt bewegende Entscheidung

Aktualisiert am 28.07.2026 – 07:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Ex-Biathletin und Bergsteigerin Laura Dahlmeier starb mit 31 Jahren durch einen Steinschlag (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Fotostand / Hettich/imago)

Der tödliche Bergunfall von Laura Dahlmeier ist auch ein Jahr später unvergessen. Inzwischen trägt ein Park ihren Namen.

Die Eltern der in Pakistan tödlich verunglückten Laura Dahlmeier haben Frieden damit geschlossen, dass der Leichnam ihrer Tochter in den Bergen fernab der Heimat geblieben ist und nicht geborgen werden konnte. „Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt“, sagte Mutter Susi Dahlmeier der Deutschen Presse-Agentur. „Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie.“

Wäre ihre Tochter geborgen oder gefunden worden, „dann hätte ich das auch akzeptiert“, so die frühere Mountainbike-Fahrerin. „Aber für mich ist es auch ganz fein, dass sie da dort ihre Ruhestätte einfach hat.“ Ähnlich hatte sich früher schon auch Lauras Vater Andreas Dahlmeier geäußert.

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Laura Dahlmeiers Mutter hat mit Angehörigen den Gedenkort im Park gestaltet. (Quelle: Felix Hörhager/dpa/dpa-bilder)

Für Susi Dahlmeier sei es wichtig, dass es einen Erinnerungsort in der Heimatgemeinde gebe, die gerade den Kurpark Partenkirchen in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt hat. „Ich empfinde es als große Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park jetzt praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste“, sagte sie.

Laura-Dahlmeier-Park als Ort für Erinnerung

Susi Dahlmeiers Tochter habe viele Menschen bewegt und begeistert. „Wir haben gemerkt, dass es ganz wichtig ist für die Menschen, dass es einen Ort gibt, wo sie Abschied nehmen können, wo sie vielleicht noch mal sich erinnern an die besonderen Erlebnisse, die sie mit ihr hatten.“

Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin war im Juli vergangenen Jahres im Alter von 31 Jahren am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete Bergführerin sofort tot, nachdem sie auf 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde.

In ihrem Heimatort Garmisch-Partenkirchen gibt es eine kleine Gedenkstätte im Kurpark (Archivbild). (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-bilder)

Schon kurz nach dem Unglück richtete die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zusammen mit der Familie in dem Park einen Erinnerungsort ein: ein Foto und eine an einem Felsen angebrachte Tafel. Den Felsen hat ihre Mutter Susi Dahlmeier ausgesucht, er ist aus dem Ferchenbach unweit der Partnachklamm.

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