In vergangener Zeit fiel Hilse aber vor allem auf rechten Demonstrationen auf und agitierte für die AfD-Scharfmacherin Christina Baum. Nun fährt er mit Booten immer wieder zum Wal in die Bucht hinaus. Dabei soll er keineswegs auf das Wohl des Tieres achten. Die US-Tierärztin Jenna Wallace, die aus Hawaii für die Rettungsaktion eingeflogen worden war, kritisierte ihn scharf. Hilse sei so sehr damit beschäftigt gewesen, sich selbst zu filmen und zu telefonieren, dass er genau das Gegenteil von dem getan habe, was der Wal gebraucht hätte. „Er hat beinahe mit der Schiffsschraube Timmys Fluke überfahren“, berichtete Wallace, nachdem sie fluchtartig das Rettungsteam verlassen hatte und zurück nach Hawaii gereist war. Ihre Warnungen, Hilse müsse vom Wal verschwinden, seien ignoriert worden.
Auch der zweite selbst ernannte „Walflüsterer“ im Team der Initiative steht in der Kritik. Der peruanische Autor wurde mit Werken wie „Das Leben ist eine Reise“, „Liebe kennt keine Grenzen“ oder auch „Der träumende Delfin“ bekannt, seinem bislang erfolgreichsten Traktat. Darin erzählt der Autor die Geschichte des Delfins Daniel Alexander, der sich aufmacht, die große perfekte Welle zu suchen, und am Ende sich selbst findet.
Ein Delfin, den er im Urlaub am Strand von Portugal beobachtet hatte, inspirierte den ausgebildeten Chemotechniker zu dem Werk. Seitdem meint Bambaren wohl nicht nur, seinem vornehmlich weiblichen Publikum solche Weisheiten wie „Wir leben nur einmal“ mit auf den Weg geben, sondern auch Wale zum Schwimmen animieren zu können.
Die Riege der „Walflüsterer“ ergänzt nun eine weitere dubiose Figur: Charles Vinick von der Organisation „The Whale Sanctuary Project“. Unter Wissenschaftlern ist Vinick höchst umstritten. Der kanadische Aktivist rühmt sich, an der Auswilderung des Orca-Wals aus den „Free Willy“-Filmen beteiligt gewesen zu sein. Doch der Versuch scheiterte letztendlich. Der Wal verstarb nach nur eineinhalb Jahren in Freiheit, weil er sich an das Leben im Ozean nicht gewöhnen konnte.
