Mehrere Flüge umgeleitet

Drohnensichtungen in Köln/Bonn: Landebahn gesperrt


Aktualisiert am 13.08.2026 – 08:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Ryanair-Maschine am Flughafen Köln/Bonn (Archivbild): Zwei Flüge der irischen Airline sind am Mittwoch von Köln/Bonn nach Frankfurt-Hahn umgeleitet worden.

Eine Ryanair-Maschine am Flughafen Köln/Bonn (Archivbild): Zwei Flüge der irischen Airline sind am Mittwoch nach Frankfurt-Hahn umgeleitet worden. (Quelle: Horst Galuschka via www.imago-images.de/imago)

Mutmaßliche Drohnensichtungen am Flughafen Köln/Bonn lösen mehrere Flugumleitungen aus. Zwei Maschinen müssen im Landeanflug abdrehen.

Mehrere mutmaßliche Drohnensichtungen am Flughafen Köln/Bonn haben am Mittwoch (12. August) zu Problemen im Flugbetrieb geführt. Betroffen waren vor allem Landungen. Das bestätigte ein Flughafensprecher auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) sperrte gegen kurz nach 12.30 Uhr den Luftraum an mehreren Landebahnen, nachdem die Drohnensichtungen gemeldet wurde.

Ein Flughafensprecher sagte weiter: „Am Flughafen waren am Mittag kurzzeitig für rund 30 Minuten keine Landungen möglich. Der Flughafen wurde von der DFS über den Verdacht einer Drohnensichtung und die Einschränkung des Flugbetriebs informiert.“ Nach Angaben des Flughafens waren Starts dagegen jederzeit möglich.

Flughafen Köln/Bonn: Luftraum nach Drohnensichtung gesperrt

Laut der Bundespolizei wurden mindestens fünf Drohnensichtungen gemeldet, ein Pilot wurde angetroffen. Der Vorfall wird derzeit von der DFS und der Bundespolizei untersucht. Die DFS ist für die Überwachung des Luftraums am Flughafen in der Wahner Heide zuständig. Bei Sicherheitsbedenken hat sie die Möglichkeit, Teile des Luftraums am Airport zu sperren.

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Durch das kurzzeitige Landeverbot mussten zwei Flüge umgeleitet werden, die sich bereits im Landeanflug auf Köln/Bonn befunden hatten. Betroffen waren zwei Ryanair-Maschinen aus Porto und Palermo. Die Maschine aus Palermo hätte um 12.45 Uhr in Köln landen sollen, sie wurde zum Flughafen Frankfurt-Hahn umgeleitet. Rund eine halbe Stunde später traf es die Boeing 737 aus Porto. Auch sie landete kurz darauf in Frankfurt-Hahn.

Flughafen Leipzig: Drohne mit Sprengsatz

Darüber hinaus verursachte die Sperrung der Landebahnen Verzögerungen im Flughafenbetrieb, einige Flugzeuge landeten mit Verspätung. Grund dafür waren auch Suchmaßnahmen auf mehreren Bereichen des Rollfelds, sodass verschiedene Landebahnen betroffen waren. Bereits gegen 14 Uhr hatte sich der Betrieb allerdings wieder normalisiert.

Nach dem Fund einer Drohne mit einem Sprengsatz am Leipziger Flughafen in der vergangenen Woche sind die Sicherheitsbehörden derzeit besonders sensibel. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem hybriden Anschlagsszenario.

Wer hinter dem Drohneneinsatz steckt, ist derzeit noch offen. Sicherheitsexperten vermuten, dass Russland hinter dem Angriff steckt. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

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