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Panorama

Dreifachmord in Heidelberg erschüttert Weihnachtsfest

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Dreifachmord in Heidelberg erschüttert Weihnachtsfest
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Fall bei „Aktenzeichen XY“

Er tötete drei Menschen – für gerade mal 1.000 Euro


17.06.2026 – 16:14 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ungelöst (Archivbild): Ein Dreifachmord in Heidelberg wird zum bundesweiten Gesprächsthema. (Quelle: GerdxWallhorn /imago-images-bilder)

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Ein rätselhafter Anruf, eine verschlossene Praxis und drei Opfer. Wochenlang suchen Ermittler nach Antworten. Eine Verkäuferin sorgt für den entscheidenden Hinweis.

Kurz vor Weihnachten 2002 erschüttert ein brutales Verbrechen Heidelberg. In einer Kinderarztpraxis werden drei Menschen ermordet: der angesehene Kinderarzt Wolfgang Arendt, seine Ehefrau Ruth und die Arzthelferin Susanne Fischer. Wochenlang sucht eine Sonderkommission nach dem Täter. Die entscheidende Spur liefert schließlich eine aufmerksame Verkäuferin.

Das rätselhafte Telefonat

Am Abend des 23. Dezember 2002 erhält Familie Arendt einen ungewöhnlichen Anruf. Wolfgang Arendt bittet seine Tochter, mit ihrer EC-Karte in die Praxis zu kommen. Als sie zögert, reagiert er ungewohnt schroff.

Das Telefonat macht die Tochter misstrauisch. Nach einem Gespräch mit ihrem Bruder und ihrer Mutter Ruth fährt nicht die Tochter, sondern Arendts Ehefrau zur Praxis ihres Mannes.

Als beide Elternteile nicht zurückkehren, fährt der Sohn zur Praxis. Er findet die Tür verschlossen vor und alarmiert die Polizei.

Drei Tote in der Arztpraxis

Feuerwehr und Polizei öffnen die Praxis gewaltsam. Im Inneren finden sie den Kinderarzt, seine Ehefrau und die Arzthelferin erdrosselt vor. Alle drei Toten sind gefesselt und an Heizkörper gebunden.

Eine Sonderkommission mit rund 45 Beamten übernimmt den Fall. Am Tatort finden die Ermittler unter anderem Handschellen, ein auffälliges rotes Kunststoffseil, Schuhspuren und mehrere Zigarillo-Reste.

Schnell wird klar: Der Täter hat die Bankkarten der Opfer gestohlen und damit in Mannheim, ungefähr 20 Kilometer von Heidelberg entfernt, Geld abgehoben.

Der Fall bei „Aktenzeichen XY“

Der Dreifachmord beschäftigt nicht nur Heidelberg. Bereits wenige Wochen nach der Tat wird der Fall am 17. Januar 2003 in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ als Studiofall vorgestellt.

Die Ermittler präsentieren dort die wichtigsten Spuren: das rote Seil, die ungewöhnlichen Filterzigarillos und die Schuhabdrücke des Täters. Die Sendung liefert keinen entscheidenden Hinweis. Sie sorgt jedoch dafür, dass der Fall bundesweit Aufmerksamkeit erhält.

Der Täter hinterlässt eine entscheidende Spur

Während die Ermittlungen laufen, erhält die Sonderkommission einen Brief. Der Verfasser beschreibt Details des Verbrechens, die nie veröffentlicht wurden.

Unter anderem schreibt er: „Mein Bruder hat Frau Doktor mit Kopf an Heizung gebunden. Ich habe Herrn Doktor in linke Hand geschnitten wegen Scheckkarte.“

Die Ermittler kommen schnell zu einem klaren Schluss: Der Täter hat den Brief selbst verfasst. Auf Briefmarke und Papier finden sich Fingerabdrücke und DNA-Spuren. Sie stimmen mit den Spuren vom Tatort überein.

  • Er verschwand spurlos: Das doppelte Leben eines Bankers
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Eine Verkäuferin bringt die Wende im Fall

Die entscheidende Spur führt schließlich nach Mannheim. Dort entdecken Ermittler in einem Kaufhaus exakt das rote Seil, das bei der Tat verwendet wurde.

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