Übermittlungsfehler am Telefon

Wahlpanne in Berlin: Fünf Abgeordnete verlieren Sitze

Aktualisiert am 02.10.2026 – 12:09 UhrLesedauer: 1 Min.

Im Berliner Abgeordnetenhaus wird es weniger Sitze geben als zunächst erwartet. Grund dafür ist eine Korrektur des vorläufigen Wahlergebnisses in Spandau.

Das Berliner Abgeordnetenhaus wird weniger Sitze haben als zunächst angenommen. Nach einer Korrektur des vorläufigen Wahlergebnisses in Spandau wird das Parlament in der Hauptstadt voraussichtlich 153 statt 158 Abgeordnete umfassen.

Bei der Überprüfung der Wahlergebnisse ist ein Fehler bei der Übermittlung aus dem Spandauer Wahlkreis 1 aufgefallen. Das Direktmandat geht demnach nicht an die CDU-Kandidatin Bettina Meißner, sondern an den AfD-Bewerber Tommy Tabor. Das bestätigte die Spandauer Bezirkswahlleiterin Katrin Zickert am Freitag dem rbb.

Falsche Übermittlung am Telefon

Nach bisherigen Erkenntnissen war die Stimmenauszählung am Wahlabend korrekt. Das Ergebnis wurde anschließend jedoch telefonisch falsch übermittelt. Die Korrektur wirkt sich auch auf die Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus aus. Wegen der veränderten Zahl der Überhang- und Ausgleichsmandate wird das Parlament nach Angaben von Landeswahlleiter Stephan Bröchler künftig voraussichtlich fünf Sitze weniger haben.

Welche Abgeordneten dadurch ihren zunächst angenommenen Sitz verlieren, wird derzeit noch berechnet. Bröchler rechnet damit, dass die Namen am frühen Freitagnachmittag feststehen.

Die neue Sitzverteilung hat auch Auswirkungen auf die Mehrheitsverhältnisse im Parlament. Eine mögliche Mehrheit für ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD wird damit knapper.

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