„Es tut mir heute noch weh“
Helmut Schmidt hatte neben Loki noch eine andere Frau
25.08.2026 – 11:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Fast 70 Jahre waren Helmut und Loki Schmidt verheiratet. Wie nah ihre Ehe am Scheitern war, machte der Altkanzler erst spät öffentlich.
Helmut und Loki Schmidt galten über Jahrzehnte als unzertrennliches Hamburger Paar. Doch ihre Ehe erlebte eine schwere Krise. Erst kurz vor seinem Tod sprach Helmut Schmidt öffentlich darüber.
In seinem 2015 erschienenen Buch „Was ich noch sagen wollte“ gestand der frühere Bundeskanzler: „Ich hatte eine Beziehung zu einer anderen Frau.“ Wegen dieser Beziehung bot Loki Schmidt ihrem Mann schließlich die Trennung an.
Loki Schmidt bot ihrem Mann die Trennung an
Die Beziehung habe Ende der 1960er- oder Anfang der 1970er-Jahre bestanden, schrieb Schmidt. Wie lange sie dauerte und wie sie begonnen hatte, ließ er offen. Auch den Namen der Frau verriet er nicht. Loki wusste von der Beziehung und bot ihrem Mann an, sich zu trennen. Schmidt reagierte nach eigener Darstellung fassungslos: „Ich kann mich doch nicht von dir trennen.“
Erst mehr als vier Jahrzehnte später räumte Schmidt ein, wohl unterschätzt zu haben, wie ernst die Situation für seine Frau gewesen sei. Er habe ein tief empfundenes Schuldbewusstsein gehabt. „Es tut mir heute noch weh, mich daran zu erinnern“, schrieb er 2015. Die von Loki angebotene Trennung kam für ihn dennoch nicht infrage. Das Ehepaar blieb zusammen.

Identität der anderen Frau blieb geheim
Wer die Frau war, ist bis heute nicht öffentlich bekannt. Nach einem damaligen Bericht des „Stern“ handelte es sich um eine SPD-Genossin. Schmidt blieb demnach auch nach dem Ende der Beziehung mit ihr in Kontakt. Als sie 2013 starb, nahm er an ihrer Beisetzung teil.
Bereits 2014 hatte der frühere Regierungsberater Klaus Harpprecht gegenüber dem „Spiegel“ von einer langjährigen Affäre Schmidts gesprochen. Harpprecht zufolge beendete Schmidt das Verhältnis, als er 1974 Bundeskanzler wurde. Die Frau litt demnach stark unter der Trennung.
Schmidt selbst äußerte sich in seinem Buch deutlich vager. In seiner Schilderung konzentrierte er sich vor allem auf Lokis Reaktion und sein eigenes Schuldbewusstsein.
