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You are at:Home»Finanzen»Diese Faktoren nehmen dem Krisen-Metall den Rückenwind
Finanzen

Diese Faktoren nehmen dem Krisen-Metall den Rückenwind

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Diese Faktoren nehmen dem Krisen-Metall den Rückenwind
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Diese Gewinnmitnahmen flossen zu einem guten Teil in den Tech-Sektor – in der Hoffnung, dass die enormen Investitionen in Rechenzentren und Geschäftsmodelle Früchte tragen. Es sind Vorschusslorbeeren, die nie zu vertrocknen scheinen.

Wann kommt der Vertrag zum Frieden?

Und da sind wir bei den weiteren unterschätzten Risiken, die künftig auch mit Blick auf Gold wieder eine Rolle spielen dürften.

Punkt 1: Noch gibt es keinen Frieden zwischen den USA und dem Iran, auch wenn die Aktienmärkte ein vages Abkommen gefeiert haben wie einen fixen Vertrag.

An der Börse wird die Zukunft gehandelt, ja, das ist richtig. Und ich bin ein großer Fan davon. Aber eine Prise Realitätssinn hat noch niemandem geschadet, denn früher oder später wird diese Prise wirken.

Punkt 2: Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran werden dauern, denn die Materie ist komplex. Politisch, wirtschaftlich, militärisch. Wann wirklich Frieden in der Region einzieht und zu welchen Konditionen, ist völlig unklar.

Hormus bleibt eine Waffe

Punkt 3: Selbst wenn die Straße von Hormus entmint (wie lange dauert so etwas eigentlich?) und wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird, wird das Öl wegen der zerstörten Raffinerien und Leitungen nicht wie vor dem Krieg fließen.

Entsprechend werden die Preise nicht auf das Vorkriegsniveau von 60 US-Dollar zurückgehen. 80 US-Dollar halten viele Analysten und Strategen für gerade noch möglich. Ich sehe das ähnlich. Das ist aber wohl nicht der Preis, mit dem die meisten Unternehmen und Volkswirtschaften kalkuliert haben.

Punkt 4: Hormus bleibt ein ewiges Druckmittel für den Rest der Welt. Ein Unsicherheitsfaktor, der immer wieder aktiviert werden kann.

Punkt 5: An den Aktienmärkten wird das ausgeblendet, offensichtlich auch bei den Krisen-Investments wie Gold. Wir reden aber hier noch von Monaten nach einem wann auch immer geschlossenen Frieden, bis die Lage für Rohstoffe und Logistik in Nahost wieder annähernd normal sein wird.

Monate bis zur Normalität

In den vergangenen Wochen kam der Welt sehr zugute, dass China weniger Öl nachfragte, viele Produktionen beschränkte und seine Reserven anzapfte. Andernfalls wäre der Welt der Ernst der Lage angesichts von deutlich weniger Öl auf dem Markt wesentlich klarer geworden.

Damit hätte eventuell auch Gold eine andere Entwicklung genommen. Aber „hätte, hätte“ zählt nicht. Gold dürfte wie über Jahrhunderte ein kluges Investment bleiben, wenn es nicht wieder spekulativ übertrieben nach oben gejazzt wird und vor allem private Anleger viel zu spät aufspringen.

Denn wenn man eine Rally, welcher Art auch immer, verpasst hat, rennt man nicht dem vorbeigefahrenen Zug hinterher. Der nächste kommt bestimmt (wenn er nicht gerade von der Deutschen Bahn ist). Ich wünsche Ihnen allzeit kluge Investments.

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