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Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl, das im September geliefert werden soll, fiel um 4,66 % auf 92,27 US-Dollar, während US-Rohöl (WTI) um 5,02 % auf 84,83 US-Dollar pro Barrel fiel.

Brent-Rohöl, der internationale Standard, erreichte letzte Woche kurzzeitig 102 USD pro Barrel. Das waren 30 US-Dollar mehr, als der am aktivsten gehandelte Kontrakt auf dem Brent-Markt zu Beginn des Monats verlangte, und der höchste Wert seit Mai.

Die Ölpreise stiegen diesen Monat aufgrund der zunehmenden Kämpfe im Nahen Osten und der Befürchtungen, dass eine Rückkehr zu einem umfassenden Krieg den weltweiten Rohölfluss weiter verlangsamen würde.

Die Fähigkeit von Tankern, die Straße von Hormus sicher zu passieren, ist seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar die zentrale Sorge für den Ölmarkt. Der schmale Wasserstreifen vor der iranischen Küste ist die Route, über die typischerweise ein Fünftel des weltweiten Öls den Persischen Golf verlässt und zu Abnehmern auf der ganzen Welt gelangt, und der Konflikt hat den Schiffsverkehr weitgehend zum Erliegen gebracht.

Ölproduzenten haben seitdem nach alternativen Routen gesucht, aber auch diese stehen unter Druck. Letzte Woche ereigneten sich Angriffe auf saudische Öltanker, die das Rote Meer nutzten, um die Region zu verlassen. Wenn den Kunden weniger Öl zum Kauf zur Verfügung steht, steigen die Preise und damit auch die Kraftstoffpreise.

Der erneute Anstieg der Ölpreise in diesem Monat erfolgte genau zu dem Zeitpunkt, als die Inflation begann, sich stärker zu verlangsamen, als die Ökonomen erwartet hatten. Nun gehen Händler davon aus, dass der Inflationsdruck so stark zugenommen hat, dass sie laut Daten der CME Group auf eine Wahrscheinlichkeit von 36 % wetten, dass die Federal Reserve ihren Leitzins bei einer bevorstehenden Sitzung anheben wird.

Höhere Zinssätze würden dazu beitragen, die Inflation einzudämmen, könnten aber auch die Wirtschaft bremsen, indem sie die Kreditaufnahme für Europäer und Unternehmen teurer machen.

Auch wenn die Ölpreise einen Teil ihrer großen Juligewinne wieder abgegeben haben, bleibt noch viel Unsicherheit bestehen.

Zusätzliche Quellen • AP

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