Sensation in neuer KBA-Statistik
Die größte Überraschung auf Deutschlands Automarkt
07.07.2026 – 06:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Juni 2026 legte der deutsche Automarkt deutlich zu. Dabei schreiben gleich zwei Hersteller Schlagzeilen – aus sehr unterschiedlichen Gründen.
Der deutsche Automarkt wuchs im Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,7 Prozent auf insgesamt 296.378 Neuzulassungen. Hinter diesem deutlichen Plus verändern sich die Kräfteverhältnisse sichtbar: Während einige etablierte Branchengrößen an Boden verlieren, gewinnen fernöstliche Marken an Gewicht. Und ein oft unterschätzter Hersteller zieht in der Halbjahresbilanz an der Oberklasse vorbei.
BYD überholt etablierte Volumenmarken
Der Juni liefert den Beleg: Die chinesische Modelloffensive macht sich nun auch auf dem deutschen Volumenmarkt bemerkbar. Allen voran drängt BYD nach vorn: Mit 6.259 verkauften Fahrzeugen verzeichnet die Marke einen Zuwachs von 273,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Damit zieht BYD im Juni an mehreren etablierten Anbietern vorbei. Darunter befinden sich der weltgrößte Autobauer Toyota mit 6.072 verkauften Fahrzeugen (minus 20,5 Prozent), die Traditionsmarke Peugeot mit 5.810 verkauften Fahrzeugen und Volvo mit 5.367 verkauften Fahrzeugen (minus 7,6 Prozent).
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Der Zuwachs beschränkt sich nicht auf BYD: Leapmotor verzeichnet mit 2.662 verkauften Fahrzeugen einen Zuwachs von 366,2 Prozent. MG Roewe legt um 87,5 Prozent auf 3.974 Fahrzeuge zu und Xpeng erreicht mit 922 Einheiten ein Plus von 284,2 Prozent.
Die neue Nummer zwei auf dem Markt
Während die Aufmerksamkeit oft den sogenannten Premiumherstellern gilt, gelingt der tschechischen Volkswagen-Tochter die größte Überraschung des Jahres. In den ersten sechs Monaten sicherte sich Skoda mit 128.218 Fahrzeugen (8,6 Prozent Marktanteil) den zweiten Platz in der Gesamtwertung und zog damit an BMW (126.766 Fahrzeuge, 8,5 Prozent) und Mercedes (125.960 Fahrzeuge, 8,5 Prozent) vorbei.
Im Juni untermauerte Skoda diese Position: Mit 24.963 Neuzulassungen (plus 23,5 Prozent) überholten die Tschechen im Monatsverlauf die Schwestermarke Audi (19.097) deutlich und verkürzten den Abstand zur Kernmarke Volkswagen (51.058).
