„Dürfen wir niemals akzeptieren“
DFB-Präsident mit flammendem Appell
02.10.2026 – 16:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Einen Tag nach dem Länderspielsieg gegen Serbien äußert sich der DFB-Präsident politisch. Dabei richtet er einen flammenden Appell an den Fußball und die Nation.
Am Freitag hat sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf in München mit Charlotte Knobloch, der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG), getroffen. Dabei sprach er über die Lage jüdischer Menschen in Deutschland – und darüber, welche Verantwortung der Fußball dabei trägt.
Am Rande des Treffens ergriff Neuendorf das Wort: „Antisemitische Anfeindungen, Bedrohungen und Angriffe bewegen sich auf einem erschreckenden Niveau. Viele jüdische Menschen erleben Antisemitismus in ihrem Alltag, im öffentlichen Raum und in den sozialen Medien“, sagte der DFB-Präsident. Immer mehr jüdische Menschen fühlten sich in Deutschland nicht mehr sicher und nicht mehr wohl. „Das dürfen wir niemals als Normalität akzeptieren“, forderte Neuendorf.
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Neben Politik, Behörden und Justiz nahm er dabei auch den Fußball in die Pflicht: „Der Fußball erreicht Millionen Menschen. Daraus erwächst Verantwortung. Auf unseren Plätzen und in unseren Stadien, in unseren Vereinen und Verbänden darf kein Platz für antisemitische Hetze und Menschenfeindlichkeit sein.“
Die 93-jährige Knobloch hatte auf Einladung des DFB das Nations-League-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien (2:0) verfolgt. Ihr Herz schlage für den Fußball, erklärte Knobloch. Sie gratulierte der Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klopp zum Sieg: „Ich bewundere die Leidenschaft, den Ehrgeiz und die Fairness, die eine starke Mannschaft ausmachen. Das hat man gestern gesehen.“ Zudem dankte sie dem DFB und Neuendorf „für das Engagement des deutschen Fußballs gegen Antisemitismus und Hass“.
