1.200 Beschäftigte

Bekannter Autohändler ist wohl insolvent

Aktualisiert am 01.09.2026 – 18:25 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine Niederlassung des Autohauses König in Berlin (Archivbild): Dort wurde das Unternehmen kurz nach dem Mauerbau gegründet. (Quelle: IMAGO/Joko/imago)

Das renommierte „Autohaus König“ soll Insolvenz angemeldet haben. Die Branche klagt über zunehmenden Druck der Autoindustrie.

Das Traditionsunternehmen „Autohaus König“, nach eigenen Angaben der größte Renault-Händler Deutschlands und erster deutscher Dacia-Händler, hat wohl Insolvenz beantragt. Das berichtet die Zeitung „Welt“. Das Autohaus zählt deutschlandweit rund 1.200 Beschäftigte. Es sponsert unter anderem den deutschen Eishockey-Meister Eisbären Berlin.

„Autohaus König“ wurde 1966 als Werkstatt in Berlin-West gegründet. Das Familienunternehmen zählt deutschlandweit 82 Standorte, vor allem im Osten Deutschlands.

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Händler wettern gegen Vorgaben der Autoindustrie

Allein im ersten Quartal 2025 wurden 11.600 Fahrzeuge verkauft, auch der Werkstattumsatz stieg auf eine Rekordhöhe. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht zu dem Bericht der „Welt“.

Die Autohäuser in Deutschland hatten am Dienstag den Verband der Automobilhändler (VAD) gestartet, um sich gegen die zunehmenden Marktvorgaben der Autobauer zu wehren: „Die Hersteller machen uns das Leben immer schwerer. Deswegen brauchen die Autohändler eine eigene, wirksame Vertretung ihrer Interessen“, sagte VAD-Vertreter Burkhard Weller dem Magazin „Autohaus“.

Weller weiter: „Wir wollen erreichen, dass die Politik erkennt: Verkehrspolitik geht nur mit den Händlern und nicht gegen die Händler.“ Die Branche beschäftigt nach eigenen Angaben rund 300.000 Menschen.

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