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Deutsche verlieren Vertrauen in das Gesundheitssystem

wochentlich.deBy wochentlich.de12 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Deutsche verlieren Vertrauen in das Gesundheitssystem
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Vertrauen in Gesundheitssystem bröckelt

Ärztemangel wird immer spürbarer


12.05.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 3 Min.

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Lange Schlange vor einer Arztpraxis (Archivbild): Fast drei Viertel der Deutschen haben in den vergangenen Jahren lange Wartezeiten beim Arztbesuch erlebt. (Quelle: IMAGO/ Friedrich Stark/imago)

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Die Deutschen verlieren immer mehr das Vertrauen ins Gesundheitssystem. Viele wünschen sich tiefgreifende Reformen – den Glauben daran haben die meisten jedoch verloren.

Ärztemangel, lange Wartezeiten und schlechte Erfahrungen: Die Zufriedenheit mit dem deutschen Gesundheitssystem geht immer weiter zurück. Nur noch 62 Prozent der Deutschen bewerten die Gesundheitsversorgung hierzulande positiv – das ist der niedrigste Wert seit 15 Jahren. Dies geht aus einer Allensbach-Umfrage unter 1.015 Menschen im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor.

Während rund zehn Jahren waren Zufriedenheitswerte über 80 Prozent gemessen worden, seit 2022 fällt die Kurve ab. Die Zahl der kritischen Stimmen stieg auf rund 35 Prozent. Im Jahr 2020 hatte dieser Anteil noch bei 11 Prozent gelegen.

Viele machen schlechte Erfahrungen

Gespeist wird die zunehmend negative Sicht auf das Gesundheitssystem durch persönliche Erlebnisse. Rund 35 Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei, drei Jahren eher schlechtere persönliche Erfahrungen mit der ärztlichen Versorgung gemacht.

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Vor allem lange Wartezeiten verärgerten die Befragten. 72 Prozent gaben an, diese in den vergangenen Jahren erlebt zu haben. Auch nicht verfügbare Medikamente (50 Prozent), deutlich erhöhte Krankenkassenbeiträge sowie Schwierigkeiten beim Finden eines Arztes (jeweils 41 Prozent) gehören zu den Erfahrungen vieler Menschen.

Ein weiterer Grund für den Vertrauensverlust liegt laut DAK-Gesundheit im Ärztemangel. 36 Prozent gaben an, diesen in ihrer Region erlebt zu haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatten nur 13 Prozent der Befragten diese Erfahrung gemacht. Besonders ausgeprägt ist der Ärztemangel in Ostdeutschland: Hier ist mehr als jeder Zweite (57 Prozent) betroffen.

Pessimismus weit verbreitet

An eine Verbesserung der Situation glauben indes nur wenige. Im Gegenteil: Fast zwei Drittel (59 Prozent) sind überzeugt, dass sich die Situation in den kommenden Jahren weiter verschlechtern wird. 87 Prozent sind überzeugt, dass die Krankenkassenbeiträge auch in Zukunft weiter steigen werden, 77 Prozent gehen zudem davon aus, dass die Patienten immer mehr Kosten selbst tragen müssen.

Mehr als zwei Drittel glauben zudem, dass es in Deutschland verstärkt zu einer Zwei-Klassen-Medizin kommen wird, in der die Qualität der Versorgung immer mehr vom eigenen Vermögen abhängig ist.

Zwei Drittel der Bürger sind laut der Umfrage der Überzeugung, dass das deutsche Gesundheitssystem umfassend reformiert werden muss, allerdings glaubt die Mehrheit nicht, dass es zu umfassenden Gesundheitsreformen kommt. 61 Prozent der Bevölkerung haben keinen guten Eindruck von der Gesundheitspolitik. Das ist der schlechteste Wert seit 2009.

Gefragt nach den aktuellen Reformvorschlägen, befürworten die meisten Befragten (78 Prozent) die höheren Rabatte, die Pharmahersteller künftig auf Medikamente gewähren müssen. Auch die Erhöhung der Tabak- und Alkoholsteuer sowie die Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke werden von mehr als der Hälfte gutgeheißen.

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