Wagner erklärte am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Gladbach-Spiel, die Unruhe der Fans zu spüren. „Was drumherum passiert, nehme ich natürlich wahr. Es ist gerade auch relativ schwer, das nicht wahrzunehmen“, sagte er, gab sich jedoch kämpferisch. „Wenn ich mich davon beeinflussen lassen würde, würde es meinen Job nicht einfacher machen, sondern im Gegenteil ein bisschen schwieriger. Dann schwirrt vielleicht der eine oder andere Gedanke im Kopf, der da nicht hingehört. Davon muss ich mich lösen.“

Bereits Anfang Oktober hatte Wagner im „Kölner Stadt-Anzeiger“ in eine ähnliche Kerbe geschlagen. „Ich spüre die Sorge, dass es nicht funktioniert, und die Unsicherheit in Bezug auf meine Person. Das kann ich nachvollziehen“, zeigte er sich selbstkritisch. „Dieses Vertrauen muss ich mir als junger Trainer erarbeiten, das ist mir klar.“ Die Verantwortung für den Klub sei ihm bewusst.

Auch die Rückendeckung der Verantwortlichen ordnete Wagner damals realistisch ein. „Die Unterstützung ist da – aber der Kredit ist nicht unbegrenzt“, erläuterte er. „Wir dürfen uns entwickeln, müssen gleichzeitig aber auch Spiele gewinnen; daran werden wir gemessen.“

„Albtraum“ für Dallinga: Köln plötzlich mit Sturmnot

Das Heimspiel gegen Gladbach erfolgreich zu gestalten, wird für den gebürtigen Dresdener aber noch einmal schwerer als gedacht. Denn Wagner ist bei einer Schlüsselposition im Team plötzlich in die Bredouille geraten. Seinem Team gehen die Stürmer aus.

Am vergangenen Samstag trennte sich der „Effzeh“ im Testspiel mit 2:2 von Viktoria Köln. Nach der Partie stand jedoch weniger das Ergebnis im Fokus, als die Sorgen um Ragnar Ache und Thijs Dallinga. Beide hatten sich in der Partie Verletzungen zugezogen. Die anschließenden Diagnosen ließen insbesondere beim Neuzugang die schlimmsten Befürchtungen wahr werden.

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Dallinga erlitt einen Kreuzbandriss, wird mehrere Monate fehlen. „Unglücklicherweise ist gestern ein Albtraum Realität geworden“, schrieb der 26-jährige Niederländer einen Tag nach dem Spiel auf Instagram. Er könne nicht glauben, was passiert sei. Bei Ache fiel die Diagnose nicht ganz so schlimm aus. Er zog sich lediglich eine Muskelverletzung zu. Dennoch muss Köln bis zu vier Wochen auf den Torjäger verzichten.

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