Nach Aktion bei Deutschland-Spiel
13-Jähriger erhält fünf Jahre Stadionverbot
11.10.2026 – 12:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim Nations-League-Spiel der DFB-Elf in Amsterdam stürmt ein junger Fan aufs Feld. Die Aktion hat eine harte Strafe zur Folge.
Die niederländische Fußballverband KNVB hat das Verhalten eines 13-jährigen Anhängers der landeseigenen Nationalmannschaft hart sanktioniert. Wie der Verband der Nachrichtenagentur ANP mitteilte, erhält der Teenager ein fünfjähriges Stadionverbot. Damit wird er bis zu seiner Volljährigkeit kein professionelles Spiel mehr in den Niederlanden besuchen können.
Der Grund für die Strafe: Der junge Fan hatte beim Nations-League-Spiel zwischen den Niederländern und der deutschen Auswahl in Amsterdam (1:1) gegen Ende der zweiten Halbzeit das Feld gestürmt. Dabei grätschte er versehentlich fast „Oranje“-Star Tijjani Reijnders um, als er auf dem nassen Rasen ausrutschte. Im Anschluss machte er ein Selfie mit dem Mittelfeldspieler – und wurde kurz darauf bei dem Versuch, wieder auf die Tribüne zu gelangen, von Sicherheitsleuten geschnappt.
Junger Flitzer erhält Geldstrafe in Höhe von 100 Euro
Ergänzend zum Stadionverbot muss der junge Fan eine Geldstrafe von 100 Euro zahlen. Außerdem beabsichtigt der Verband, mögliche Kosten für Schäden zivilrechtlich von den gesetzlichen Vertretern des Jungen einzufordern. Dazu würde beispielsweise eine mögliche Sanktion durch die europäische Fußball-Union Uefa zählen.
Ein KNVB-Sprecher erklärte hinsichtlich des Platzsturms des Fans: „Die Konsequenz eines Verstoßes gegen diese wichtige Regel ist bereits im Voraus in der Richtlinie zur Dauer von Stadionverboten 2026/27 festgelegt.“
Tatsächlich hatte der Verband auch in der Vergangenheit bei ähnlichen Fällen hart durchgegriffen. 2021 erhielt ein weiterer 13-jähriger Flitzer ebenfalls fünf Jahre Stadionverbot. Er war beim 4:0-Sieg der Niederlande über Montenegro in Eindhoven aufs Feld gerannt und hatte ein Selfie mit Memphis Depay gemacht.
