Eine solche Quelle ist der Legacy Landscapes Fund (LLF), den die deutsche KfW Entwicklungsbank im Jahr 2020 im Auftrag der Bundesregierung eingerichtet hat. Es gilt als konkreter Beitrag Deutschlands zu den Zielen des Biodiversitätsgipfels im Dezember. Die Idee hinter dem LLF: Wenn es gelingt, möglichst viele Arten in den artenreichen, aber einkommensschwachen Regionen der Welt zu erhalten, dann hat es einen erheblichen Teil der Artenvielfalt gesichert. Ziel ist es daher, mindestens 30 Schutzgebiete weltweit langfristig mit einer Million Dollar pro Jahr zu unterstützen. Damit sind zwar nicht alle Kosten gedeckt, aber die Summe reicht für eine Grundfinanzierung aus, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann.
Das Besondere am Fonds ist, dass er nicht nur von öffentlichen Geldgebern wie Deutschland und Frankreich, sondern auch von Unternehmen und Stiftungen unterstützt wird. Die Gordon and Betty Moore Foundation, die Rob & Melanie Walton Foundation, die Arcadia Foundation und die Wyss Foundation engagieren sich alle. Auf diese Weise will der Fonds bis 2030 mindestens eine Milliarde Dollar ansammeln, die er dann verwalten wird. Derzeit stehen ihm rund 250 Millionen Dollar zur Verfügung.
