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Die 130 Einwohner Feldheims beziehen ihren Strom und ihre Wärme aus einer Ansammlung von Windkraftanlagen am Dorfrand, einer Biogasanlage, die mit lokaler Maissilage und Gülle gespeist wird, einem Solarpark auf einem ehemaligen sowjetischen Militärgelände und einer Hackschnitzelheizung als Backup. Zusammen produzieren die Anlagen weit mehr Energie, als das Dorf tatsächlich benötigt; Der überschüssige Strom wird an das nationale Netz verkauft.

Ein vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mitfinanzierter Zehn-Megawatt-Batteriespeicher sorgt dafür, dass das örtliche Stromnetz stabil bleibt, wenn sich die Bedingungen ändern.

Damit das alles funktionierte, war einiges an kreativem Denken erforderlich – einschließlich des Baus eines völlig neuen Stromnetzes, als die großen Versorgungsunternehmen sich weigerten, mitzuspielen. Doch für Michael Raschemann, den Leiter von Energiequelle – dem Energieunternehmen hinter dem Projekt – beweist es, dass Energieautarkie in dieser Größenordnung nicht nur möglich, sondern unerlässlich ist.

„Kleine Dörfer wie Feldheim werden im besten Sinne dann lebendig, wenn sie direkt von der erzeugten Energie profitieren können. Anders als Großstädte, die einfach nicht die Möglichkeit haben, sich vollständig selbst zu versorgen“, sagt Raschemann. „Es war uns wichtig, ein klares Signal zu senden: dass es funktioniert und dass es wirtschaftlich sinnvoll ist. Dass man Energie direkt von den Feldern zu den Menschen nach Hause bringen kann – schnell und direkt – und dass es wirklich erschwinglich sein kann.“

Der Erfolg von Feldheim beruhte auf vielen Faktoren: einem guten Standort, einer kleinen und eingeschworenen Gemeinschaft, die bereit ist, anders zu denken, visionären Investoren und der Unterstützung durch die nationale und europäische Politik. Es ist möglicherweise kein Modell, das überall funktioniert. Aber als Beispiel dafür, was lokale erneuerbare Energien erreichen können, ist die Stromrechnung schwer zu bestreiten.

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