Neue Funktionen
Was die Girocard künftig alles können soll
Aktualisiert am 17.08.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschlands meistgenutzte Bezahlkarte soll ein umfangreiches Update erhalten. Damit könnte die Girocard für Millionen Menschen deutlich attraktiver werden.
Voraussichtlich ab Frühjahr 2027 sollen mit der Girocard sogenannte In-App-Zahlungen möglich sein. „Wir sind in Gesprächen mit einigen großen Lebensmittelhändlern, was die Integration der Girocard in ihre Apps angeht“, sagte Christopher Kirsch, Direktor Produktentwicklung Girocard bei Euro Kartensysteme, der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.
„Es ist kein Geheimnis, dass wir Payback Pay für die Girocard nutzbar machen wollen. Payback setzt momentan noch auf Lastschrift und Kreditkarte. Wir wollen da mit der Girocard auch eine Rolle spielen“, sagte Kirsch. Zu den großen Partnern des Bonussystems Payback gehören unter anderen Aral, dm, Edeka und Thalia, dort können Einkäufe mit Payback Pay mobil bezahlt werden.
Bei den In-App-Zahlungen werde es auch etwas geben, „was neu ist fürs Girocard-System“, kündigte Kirsch an. „Wir führen ein Händler-Whitelisting ein. Das heißt, als Kunde kann ich einen Händler, bei dem ich öfter einkaufe, auf eine Whitelist setzen. Das ist dann ein vertrauenswürdiger Händler, bei dem ich nicht jede Transaktion noch zusätzlich authentifizieren muss.“
Weitere Funktionen sollen Girocard aufwerten
Voraussichtlich ebenfalls Anfang nächsten Jahres soll die Girocard genutzt werden können, um einen Mietwagen zu buchen oder ein Hotelzimmer zu reservieren. „Die Kartenausgeber, Sparkassen und Volksbanken, haben das bei sich schon in den Systemen umgesetzt“, sagte Kirsch. „Wir sind in Gesprächen mit allen Beteiligten und hoffen, dass wir Anfang nächsten Jahres so weit sein werden. Für Händler ist das definitiv günstiger als eine Kreditkartenlösung.“
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Automatische Alterskontrolle beim Alkoholkauf
Ausweiten will Euro Kartensysteme die elektronische Alterskontrolle per Girocard, die es seit Mitte 2023 an Zigarettenautomaten gibt. Wird dort mit der digitalen Variante der Girocard per Smartphone oder Smartwatch bezahlt, wird automatisch geprüft, ob der Käufer wie erforderlich volljährig ist.
Dies könnte auch beim Kauf von Alkohol genutzt werden, etwa beim Bezahlen an der SB-Kasse im Supermarkt oder am Verkaufsautomaten. „Wir gehen davon aus, dass wir da demnächst in den Markt kommen, denn es ist einfach vorteilhaft für Händler, das zu machen“, wirbt Girocard-Entwickler Kirsch.
