Frisches Brot schmeckt am besten. Ist Ihnen aber schon einmal aufgefallen, dass es immer süßer wird, je länger Sie es kauen? Woran liegt das?

Frisch gebackenes Brot schmeckt auch ohne Belag. Wer aber schon einmal in eine Scheibe gebissen und sie ordentlich gekaut hat, stellte fest: Es wird immer süßer, obwohl sie ohne Belag verzehrt wurde. Was ist der Grund?

Im Mund befindet sich Speichel. Dieser dient der Verdauung. Sobald Sie etwas in den Mund stecken – oder beispielsweise von der Scheibe Brot abbeißen – beginnt der chemische Verdauungsprozess durch den Speichel. Aber auch die Zerkleinerung der Speise durch die Zähne, also das Kauen, zählt hierzu. Verdauungsprozess bedeutet, dass die Lebensmittel in ihre einzelnen Bestandteile wie Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße zerlegt werden und so vom Körper verwertet werden können.

Je länger Sie kauen, desto mehr vermischt sich der Speisebrei mit dem Speichel. Er wird immer weicher und flüssiger. Darüber hinaus haben die chemischen Stoffe im Speichel länger die Chance, die Speise in ihre einzelnen Bestandteile zu zerlegen.

Ein wichtiger chemischer Bestandteil des Speichels sind bestimmte Enzyme, die Speichel-Amylasen (Ptyalin). Sie bauen die Stärke (Polysaccharide) im Getreide zu Zucker (Monisaccharide wie Glukose, Fructose und so weiter) ab. Dadurch schmecken kohlenhydrathaltige Speisen wie Brot nach längerem Kauen häufiger süßer als noch beim Abbeißen.

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