Auf Brötchen und Kuchen
Bäcker erheben Sonntagszuschlag
27.09.2026 – 08:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Sonntagsbrötchen können teurer sein als gedacht. Immer mehr Bäckereien erheben einen Zuschlag auf ihre Waren – und haben dafür einen nachvollziehbaren Grund.
Sonntagmorgen. Aus der warmen Tüte steigt der Duft frischer Brötchen. Doch der Preis ist höher als üblich: In einigen Bäckereien zahlen Kunden mehr als an den übrigen Wochentagen. Der Grund dafür ist der sogenannte Sonntagszuschlag.
Im Durchschnitt beträgt dieser Zuschlag zehn Prozent des regulären Preises. Für ein Brötchen macht die Preissteigerung etwa vier Cent aus. Bei einer größeren Familie kann sich der Aufschlag jedoch schnell summieren und das Sonntagsfrühstück spürbar teurer machen als an einem gewöhnlichen Samstag.
Das steckt hinter dem Aufschlag
Mit dem Aufpreis finanzieren die teilnehmenden Backbetriebe ihre Personalkosten. Denn wer sonntags oder feiertags arbeitet, erhält laut Gesetz und/oder Tarifvertrag einen höheren Lohn als werktags. Backbetriebe belasten diese Zusatzkosten finanziell.
Mit der Preisanhebung versuchen die Betriebe also, Verluste zu verringern. Wie hoch die finanzielle Belastung ist, verdeutlicht Peter Terbuyken, Geschäftsführer der Bäckerei Terbuyken. Dem Fachmagazin „Brot + Backwaren“ sagte er: „Unsere Mitarbeiter bekommen übertarifliche Löhne. Der Sonntagszuschlag beträgt an Sonntagen 50 Prozent und an Feiertagen sogar 100 Prozent des Wochentarifs.“
Aber: Nicht jeder Bäcker erhöht die Preise für seine Brötchen, Brote und andere Backwaren am Sonntag. Einige lassen die Preise an allen Tagen auf einem Niveau.
Kennzeichnungspflicht gilt
Wenn ein Bäcker einen entsprechenden Sonntags- oder gar Feiertagsaufschlag auf seine Produkte erhebt, muss er diesen klar auf den Preisschildern oder im Laden auszeichnen. Das soll verhindern, dass sich Kunden an der Kasse getäuscht oder betrogen fühlen.
Ob Tankstellen, Bäckereien an Bahnhöfen oder Kioske, die sonntags auch Brötchen anbieten, den Zuschlag ebenfalls erheben, ist nicht bekannt.