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Finanzen

Cohere schluckt auch deutsches KI-Unternehmen Reliant AI

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Cohere schluckt auch deutsches KI-Unternehmen Reliant AI
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„Ein entscheidender Schritt“

Kanadische Firma schluckt zweites deutsches KI-Startup

19.05.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.

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Cohere-Gründer Aidan Gomez (l) mit Karsten Wildberger, Minister für Digitalisierung: Cohere drängt auf den europäischen Markt. (Quelle: Yona Elsner/imago)

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Das kanadische KI-Unternehmen Cohere expandiert weiter in Deutschland. Nach Aleph Alpha schluckt der Konzern nun ein zweites deutsches KI-Startup.

Wenige Wochen nach Aleph Alpha greift Cohere nach einem weiteren deutschen KI-Startup. Das kanadische Unternehmen gab am Dienstag die Übernahme von Reliant AI bekannt. „Unsere gebündelte Expertise wird die Arzneimittelentwicklung und Innovationen in der Forschung weltweit beschleunigen“, sagte Karl Moritz Hermann, Mitgründer und Chef der auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten Berliner Firma. Zu den finanziellen Details machten die Beteiligten keine Angaben.

Reliant AI bietet eine KI-Plattform an, die Literatur-Recherchen, Wettbewerbsanalysen sowie die Aufbereitung unstrukturierter Testergebnisse und regulatorischer Daten automatisiert. Zu den Kunden gehört den Angaben zufolge der Pharmakonzern GlaxoSmithKline. Reliant AI wurde 2023 gegründet und erhielt im vergangenen Jahr eine Finanzspritze in Höhe von rund elf Millionen Dollar. Einer der Anteilseigner des Startups ist der Wissenschaftler und „KI-Pate“ Yoshua Bengio.

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Aleph Alpha soll Milliarden wert sein

Anfang Mai hatte Cohere bereits den deutschen Wettbewerber Aleph Alpha geschluckt. Cohere wolle das Geschäft mit europäischen Regierungen, staatlichen Institutionen und
Unternehmen aus regulierten Branchen ausweiten, sagte Francois Chadwick, der Finanzchef des kanadischen Startups, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir werden uns dazu verpflichten, europäische Infrastruktur zu nutzen und die hier geltenden Souveränitätsanforderungen einzuhalten.“

Zu den finanziellen Details machte Chadwick keine Angaben. Das neue Unternehmen will für seine KI-Angebote die Rechenzentren der Schwarz-Gruppe nutzen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Aleph-Alpha-Anteilseigner, 600 Millionen Dollar in die kommende Cohere-Finanzierungsrunde zu investieren. Im vergangenen Sommer hatte das kanadische Startup 500 Millionen Dollar frisches Kapital eingesammelt. Damals lag die Unternehmensbewertung bei 6,8 Milliarden Dollar. Dem „Handelsblatt“ zufolge wird Cohere 90 Prozent an der fusionierten Firma halten.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und sein kanadischer Kollege Evan Solomon hatten den Zusammenschluss gelobt. „Der Markt für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz ist riesig“, sagte Wildberger. „Wir werden KI im großen Stil in unseren Verwaltungen einsetzen, auch einsetzen müssen, um deutlich schneller zu werden und auch Prozesse konsequent zu automatisieren.“ Dafür brauche man passgenaue, hochsichere, leistungsfähige Lösungen. Sein kanadischer Kollege ergänzte, dass die nun geschlossene kanadisch-deutsche Allianz für technologische Souveränität der Anfang sei. „Was Sie heute sehen, ist ein entscheidender Schritt. Der erste Schritt. Weitere werden folgen.“

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