„Absolut pietätlos“

Wegen Kimmich: Klopp redet sich in Rage


21.10.2026 – 23:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Bundestrainer Jürgen Klopp: Der 59-Jährige schaute sich das Spiel der Bayern gegen Arsenal aus der Nähe an. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul/imago-images-bilder)

Der Bundestrainer steht in der Halbzeitpause des Champions-League-Spiels der Bayern gegen Arsenal Rede und Antwort im Live-TV – und wird mit Blick auf seinen Nationalmannschaftskapitän deutlich.

Die öffentliche Diskussion um DFB-Kapitän Joshua Kimmich beschäftigt auch Bundestrainer Jürgen Klopp offenbar weiter. Seit der zweiten Hälfte der letzten Länderspielpause, in denen der Leistungsträger des FC Bayern in der Nationalmannschaft von seinem Münchner Teamkollegen Tom Bischof gut vertreten wurde, wird über den Stellenwert des 31-Jährigen debattiert.

Dies ist wohl auch an Klopp nicht spurlos vorbeigegangen – denn der 59-Jährige brachte das Thema nun ungefragt selbst wieder auf den Tisch. Klopp stand in der Halbzeitpause des Champions-League-Spiels der Bayern gegen Arsenal bei DAZN Rede und Antwort. Das DAZN-Duo aus Moderator Daniel Herzog und Experte Michael Ballack wollte wissen, wie er die Leistung des Mittelfeldduos aus Bischof und Aleksandar Pavlović einordnen würde – Kimmich fehlte bei der Partie wegen eines Trauerfalls in der Familie.

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Klopp setzte an – und redete sich immer mehr in Rage: „Das sind Top-Partner, die können überragend zusammen spielen“, antwortete der DFB-Coach – und wurde dann deutlich mit Gedanken an den Grund für Kimmichs Fehlen: „Ich finde es heute nur absolut pietätlos, wenn wir da jetzt drüber reden. Wir können das ja nicht machen, ohne dass dann anschließend auch ein Kimmich-Thema daraus gemacht wird.“

„Das ist eine Diskussion nur in diesem Land“

Und weiter: „Jo Kimmich ist ein überragender Mittelfeldspieler, der in unserem Team immer einen Platz haben wird, aber wir brauchen ja mehr als einen Mittelfeldspieler.“ Klopp fuhr fort: „Das ist eine Diskussion nur in diesem Land, wo es dann heißt, wenn einer mal nicht anfängt, dass er dann nie wieder spielt. Das ist richtig verrückt.“ Man brauche „mehr als einen, im Idealfall vier, fünf, sechs, um dann auch auf bestimmte Art Fußball spielen zu können. „

Klopp betonte weiter: „Pavlo und Tom haben das super gemacht – aber das heißt nicht, dass das nicht auch mit Jo Kimmich funktionieren kann oder mit Felix Nmecha oder mit Mika Baur oder mit Jannik Engelhardt. Die haben das auch richtig gut gemacht.“ Für ihn und sein Trainerteam sei wichtig, „dass wir wissen, wen wir haben und wen wir dann aufstellen – das ist noch mal etwas ganz anderes.“ Er betonte: „Ein grundsätzliches Thema gibt es da überhaupt nicht.“

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