Computerspiele-Messe
Bundespräsident Steinmeier kommt zur Gamescom nach Köln
17.06.2026 – 18:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei der Gamescom tummeln sich nicht nur Spielefans, sondern auch Politiker. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst kam mal zum Drachenreiten vorbei. Nun mischt sich ein Staatsoberhaupt unter die Zocker.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird in diesem Jahr die Computer- und Videospiele-Messe Gamescom in Köln besuchen. Es ist das erste Mal, dass ein Bundespräsident auf der weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele zu Gast ist. Das teilten die Veranstalter Koelnmesse und game – Verband der deutschen Games-Branche – am Mittwoch mit.
Steinmeier wird demnach am 27. August an der Eröffnung des Gamescom Congress teilnehmen. Dort soll er eine Rede halten und anschließend eine Podiumsdiskussion zur Rolle von Games in der Demokratie verfolgen. Danach sei ein Rundgang über die Messe geplant, bei dem sich der Bundespräsident mit Spieleentwicklern und Vertretern der Gaming-Community austauschen wolle.
Lange Liste an Spitzenpolitikern
Bei der Gamescom sind Jahr für Jahr Spitzenpolitiker, die sich über die Lage der Wachstumsbranche informieren. Gaming ist im Digitalzeitalter im Trend, Deutschland spielt in dem Milliardenmarkt bislang aber nur eine Nebenrolle. Das soll sich ändern, auch dank staatlicher Fördergelder sollen sich mehr Entwickler und Produzenten (Publisher) in Deutschland ansiedeln oder ihr Geschäft ausweiten.
Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kam 2017 zur Gamescom und hielt eine positive Rede über die Branche. Wenig später begann ein Förderprogramm des Bundes. Der damals für die Gamingbranche zuständige Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kam 2023 und 2024 als Redner. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist Stammgast. 2024 stieg er beim Messe-Rundgang auf ein Hightech-Gestell, auf dem er mit virtueller Brille wie auf einem Drachen durch die Luft flog – so zumindest sollte sich die „Merged Reality“ samt Ventilator und angeblicher Drachenhaut anfühlen und so sollte es aussehen.

Dieses Jahr haben sich bereits Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und die nun für Games zuständige Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) angekündigt.
Zur Gamescom strömten im vergangenen Jahr rund 357.000 Besucherinnen und Besucher, viele von ihnen als bunt kostümierte Cosplayer. Das waren 22.000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Höchstwert stammt aus dem Jahr 2019, als es 373.000 Besucher gewesen waren.
Die diesjährige Gamescom findet vom 24. bis 30. August auf dem Gelände der Koelnmesse statt. Nach Angaben der Veranstalter kommen dabei Entwickler, Fachbesucher, Unternehmen und Fans aus aller Welt zusammen – sowohl vor Ort in Köln als auch digital. Den Auftakt macht am 24. August die Entwicklerkonferenz Gamescom Dev. Am Abend des 25. August startet mit der Opening Night Live der Publikumsteil der Messe.
