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Politik

Bund lässt 2025 ein Drittel des Geldes liegen

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Bund lässt 2025 ein Drittel des Geldes liegen
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Sondervermögen

Bund lässt ein Drittel der 37,2 Milliarden liegen

31.05.2026 – 23:39 UhrLesedauer: 2 Min.

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Finanzminister Lars Klingbeil (SPD): Bei der Verwendung des Sondervermögens ist noch Luft nach oben. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

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Deutschlands 500-Milliarden-Sondervermögen sollte 2025 volle Fahrt aufnehmen. Doch ein neuer Bericht zeigt: Das Geld fließt deutlich langsamer als geplant.

Die Verwendung des 500 Milliarden Euro umfassenden Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz ist 2025 hinter dem gesteckten Ziel zurückgeblieben. Das geht aus dem Monitoringbericht des Bundesfinanzministeriums hervor, der an den Haushaltsausschuss des Bundestages gehen soll. Zuerst hatten das „Handelsblatt“ und die „Zeit“ von dem rund 380 Seiten umfassenden Report berichtet.

Fortschritte bei Wohnungsbau – Verkehr hinkt noch zurück

Das Finanzministerium zieht mit dem Bericht erstmals Bilanz zum Sondervermögen. Demnach sollten 37,2 Milliarden Euro 2025 aus dem Topf abfließen, tatsächlich waren es laut Bericht nur rund 24 Milliarden Euro. Dennoch ist von einem „insgesamt erfolgreichen Start der Umsetzung“ die Rede.

Bundestag und Bundesrat hatten im vergangenen Jahr den Weg für eine zusätzliche Schuldenaufnahme über insgesamt 500 Milliarden Euro freigemacht, für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz. Das Sondervermögen ist auf zwölf Jahre angelegt. 300 Milliarden Euro kann der Bund investieren, 100 Milliarden die Länder und Kommunen. Weitere 100 Milliarden Euro stehen im Klima- und Transformationsfonds für den Klimaschutz bereit.

  • Trickserei-Vorwurf: Klingbeil verteidigt Sondervermögen
  • Reformen für die Wirtschaft: Wirtschaftsweise fordern Kürzung bei Rentenerhöhung

Das Finanzministerium bewertet die Zielerreichung bei den Investitionsprojekten anhand einer „Fortschritts- und Wirkungskennzahl“. Bei Wohnungsbau und der Digitalisierung seien bereits erste Fortschritte und Wirkungen sichtbar. In den Bereichen Energieinfrastruktur, Forschung und Entwicklung sowie Verkehrsinfrastruktur gebe es die niedrigsten Kennzahlen.

Bauarbeiten bei der Deutschen BahnVergrößern des Bildes
Bauarbeiter vermessen eine Schiene auf der Bahnstrecke Ludwigslust – Wismar kurz vor dem Hauptbahnhof. (zu dpa: „Sondervermögen: Nicht alle Mittel 2025 ausgeschöpft“) (Quelle: Jens Büttner/dpa/dpa-bilder)

Sondertopf stabilisiert Konjunktur

Aus Sicht der Regierung geht von dem Sondervermögen eine stabilisierende Wirkung für die Konjunktur aus. Laut einer ersten Abschätzung liegt das reale Bruttoinlandsprodukt infolge der Ausgaben aus dem Sondertopf in der kurzen Frist um 0,5 Prozentpunkte höher als ohne diese Ausgaben.

Dass das Geld aus dem Sondervermögen noch schneller fließen sollte, hatten Regierungsmitglieder bereits Anfang Mai deutlich gemacht. Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sagte beim Tag der Bauindustrie, sie stimme zu, „dass das Geld an einigen Stellen auch schneller fließen müsste“. Finanzminister Lars Klingbeil forderte bei derselben Veranstaltung: „Wir brauchen Tempo.“ Der SPD-Chef betonte: „Ich bin der erste Finanzminister, der sagt: Das Geld muss jetzt unter die Leute gebracht werden.“

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