Newsblog zu totem Buckelwal
Fettfilm um Timmy – Wal läuft aus
Aktualisiert am 23.05.2026 – 18:56 UhrLesedauer: 6 Min.
Was passiert mit dem Kadaver von Wal Timmy? Der Körper ist aufgebläht und könnte jederzeit explodieren. Alle Entwicklungen an der dänischen Küste im Newsblog.
Der Timmy genannte Wal liegt tot vor der dänischen Insel Anholt. Die bei der Verwesung entstehenden Gase haben den Kadaver bereits weit aufgebläht. Jetzt wächst die Sorge davor, dass sein toter Körper vor der dänischen Küste explodieren könnte.
Toter Buckelwal: Um Timmy bildet sich ein Fettfilm
Seit Freitag hat sich wohl rund um den Kadaver des toten Buckelwals ein Film auf der Wasseroberfläche gebildet. Nach Einschätzung des Meeresbiologen und Walexperten Fabian Ritter hängt das mit dem „fortschreitenden Zersetzungsprozess“ zusammen. Durch die Sonneneinstrahlung erwärme sich das Innere des toten Wals, wodurch die Verwesung beschleunigt werde. Körperflüssigkeiten und gelöste Fette könnten dadurch nach und nach austreten und sich auf dem Wasser absetzen, erklärte Ritter die aktuelle Lage um den toten Wal in Dänemark der „Bild“-Zeitung.
Toter Wal vor Anholt: Tracker noch nicht ausgelesen
Der Tracker, den die Wal-Initiative am Buckelwal Timmy vor seiner Freilassung befestigt hatte, wurde nun von den dänischen Behörden laut Medienberichten ans dänische Festland gebracht. Bisher wurden die Daten des Geräts noch nicht ausgelesen. Karin Walert-Mommert, eine Geldgeberin der Rettungsaktion, erklärte der „Bild“-Zeitung, dass die Initiative bei den dänischen Behörden bereits beantragt habe, den Tracker freizugeben.
Dabei verwickeln sich die Aktivisten gerade bei dem GPS-Tracker immer wieder in Widersprüche und unwahre Behauptungen.
Protokoll enthüllt das Desaster an Bord der Wal-Barge
Der Tod von Wal Timmy wirft immer mehr Fragen auf: Ein Protokoll eines beteiligten Aktivisten belastet ungewollt sein eigenes Team schwer.
- Timmys letzte Stunden: Protokoll enthüllt das Desaster an Bord der Wal-Barge
Wal „könnte mit einem großen Knall in die Luft fliegen“
Beim toten Wal besteht einem Experten zufolge weiterhin eine hohe Explosionsgefahr. „Der Druck im Innern baut sich immer weiter auf, und irgendwann könnte das Tier mit einem großen Knall in die Luft fliegen“, sagt der Walforscher Fabian Ritter der Deutschen Presse-Agentur. „Eine solche Situation ist schon fast abzusehen.“
Derartige Fälle seien bereits wiederholt dokumentiert worden, etwa als in Thailand ein Pottwal beim Transport zur Obduktion in einer Stadt explodiert sei. „In diesem Regen aus Blut, Partikeln und Fäulnisgasen möchte man nicht gestanden haben“, so Ritter. Abwenden ließe sich eine solche Explosionsgefahr, wenn man den aufgeblähten Kadaver gezielt punktieren oder aufschneiden würde, meint der Meeresbiologe. Allerdings hätte ein solcher Eingriff früh erfolgen sollen, jetzt wäre er bereits riskant.
Möglicherweise, so Ritter, könnte sich die Lage auch ganz unspektakulär entspannen: In dem Gewebe könnte sich ein natürlicher Riss bilden, sodass die Gase ohne Explosion entweichen könnten.
