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Politik

BSW bietet Alice Weidel Duelle im Osten und AfD-Machtoption an

wochentlich.deBy wochentlich.de30 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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BSW bietet Alice Weidel Duelle im Osten und AfD-Machtoption an
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Geheimer Brief

BSW bietet Weidel Duelle im Osten an

30.06.2026 – 02:39 UhrLesedauer: 2 Min.

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Sahra Wagenknecht (BSW): Die BSW-Gründerin teilt gegen ARD und ZDF aus und verbindet das mit einem Angebot an die AfD. (Quelle: IMAGO/Christian Schroedter/imago)

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Das BSW geht mit einem Brief auf die AfD zu: Die Partei fordert ein Ende der Brandmauer zur AfD und schlägt Duelle zwischen Wagenknecht und Weidel vor.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat der Alternative für Deutschland ein Angebot gemacht: In einem Brief an AfD-Chefin Alice Weidel und Co-Parteichef Tino Chrupalla, der am Montag mehreren Medien vorlag, fordert die Partei ein Ende der Brandmauer zur AfD. Zudem schlägt sie zwei Rededuelle vor den Wahlen im Osten vor.

In dem Schreiben, von dem zuerst „Bild“ berichtete, spricht das BSW sich für eine „kontroverse Debatte auf einem großen Marktplatz im Osten der Republik“ zwischen Weidel und Gründerin Sahra Wagenknecht aus.

Beide Parteien würden „aus unterschiedlichen Gründen vom Mainstream bekämpft“, kritisierte das BSW. Wagenknecht beklagte zudem, dass ihre Partei im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk „nahezu gar nicht mehr zu Wort“ komme. „Aber der Osten tickt anders. Der Herbst 2026 hat etwas von 1989. Zieht das BSW in den Landtag von Magdeburg ein, gibt es eine echte Chance für einen demokratischen Neubeginn“, so Wagenknecht. Daher öffne das BSW seine Wahlkampfbühnen für zwei Duelle – eins in Magdeburg und eins in Schwerin. Beide Politikerinnen hatten sich im Jahr 2024 schon zu einem Rededuell beim Fernsehsender Welt TV getroffen.

Das BSW hatte den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF zuletzt vorgeworfen, die Partei bei Einladungen zu politischen Talkshows zu benachteiligen. ARD und ZDF hatten das zurückgewiesen.

BSW: „Überparteiliche Ministerpräsidenten“

Unterschrieben ist der Brief von den Parteichefs Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali. Darin betont das BSW „wesentliche Unterschiede“ zur AfD, bekräftigt aber die Ablehnung einer „Brandmauer“ und stellt eine Zusammenarbeit in Aussicht – zum einen bei einem nachträglichen Einzug des BSW in den Bundestag bei der Einsetzung von Untersuchungsausschüssen, zum anderen in den künftigen ostdeutschen Landtagen.

Der Brief bekräftigt dabei die bekannte BSW-Linie: „Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist unser Wahlziel die Abwahl der Amtsinhaber und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die in den Landtagen mit wechselnden Mehrheiten regieren unter Einbindung der AfD.“

Damit soll nach Darstellung der Partei keine Regierungsbeteiligung der AfD gemeint sein. Das BSW skizziert jedoch ein Modell, bei dem die AfD maßgeblich an der Regierungsbildung beteiligt wäre. Mehrheiten sollen nach dem Willen des BSW mit der AfD gefunden werden. Alle anderen Parteien schließen das aus. Je nach Wahlausgang könnte die AfD mit Unterstützung des BSW zwei Ministerpräsidenten stellen, ohne dass es zu einer klassischen Koalition käme.

Der Landtag in Magdeburg in Sachsen-Anhalt wird am 6. September neu gewählt, die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September statt. Jüngsten Umfragen zufolge könnte das BSW in Schwerin erstmals einziehen, in Magdeburg lag die Partei zuletzt unter der Fünfprozenthürde.

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