190 Passagiere an Bord
Bomben-Angst – Mallorca-Flieger muss umdrehen
Aktualisiert am 01.06.2026 – 13:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Boeing 767 ist auf dem Weg von der US-Ostküste nach Mallorca. Plötzlich ertönt eine Lautsprecherdurchsage: Die Passagiere haben noch eine Minute Zeit.
Ein Flugzeug aus den USA hat einen Flug nach Mallorca abgebrochen und ist wieder zurück nach Newark geflogen. Die Boeing 767 von United Airlines war am Samstagnachmittag gegen 18 Uhr Ortszeit mit 190 Passagieren an Bord zum rund siebenstündigen Atlantik-Flug gestartet, musste aber nach zwei Stunden umdrehen. Der Grund war Medienberichten zufolge möglicherweise ein schlechter Scherz eines 16-Jährigen.
Wie ein Reddit-Benutzer schrieb, der laut eigenen Angaben mit an Bord war, meldete sich während des Flugs ein Flugbegleiter über Lautsprecher: Auf Anweisung aus dem United-Hauptsitz sollten alle Passagiere sofort ihre Bluetooth-Geräte ausschalten.
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Die Ansage sei mehrfach wiederholt worden, bis schließlich ein Ultimatum gestellt wurde: Wenn in einer Minute noch Geräte aktiv seien, drehe die Maschine um.
Mallorca-Flug abgebrochen: Bluetooth-Lautsprecher hieß „Bombe“
Und so kam es dann auch: Die Piloten erklärten eine Luftnotlage und flogen zurück. In Newark mussten alle Passagiere die Maschine verlassen, ihre elektronischen Geräte aber an Bord lassen.
Medienberichten zufolge hatte ein 16-jähriger Fluggast seinen mitgeführten Bluetooth-Lautsprecher in „Bombe“ umbenannt. Da Bluetooth-Signale an alle kopplungsbereiten Geräte in der Nähe gesendet werden, sei dieser Gerätename den Passagieren und Besatzungsmitgliedern angezeigt worden, berichtete das Fachportal „Airlive“. Das habe ein Standardprotokoll für Bombenalarm ausgelöst. Allerdings gibt es auch Spekulationen darüber, ob der Bluetooth-Name des Lautsprechers nicht auch vom Hersteller voreingestellt gewesen sein könnte: Es gibt ein Gerät, das als Standard-Bluetoothnamen „Bomb 3.0“ hat.
Laut dem Reddit-User waren die Passagiere jedenfalls nicht erfreut über den Zwischenfall. „Dieser kleine Scherz hat alles verdorben“, sollen sie geschimpft haben. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass sich kein Sprengkörper an Bord befand, durften die Reisenden wieder einsteigen. Die Maschine hob ab und landete schließlich mit erheblicher Verspätung auf Mallorca.
