Mordprozess wirft neue Fragen auf
Fabians Blut in Auto entdeckt: Expertin macht Aussage
28.05.2026 – 16:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Mehrere Gutachter sagen in dem Prozess im Fall Fabian aus. Es gibt Neuigkeiten zu einer vielversprechenden Blutspur, aber auch neue Unklarheiten.
Im Mordfall Fabian haben am siebten Prozesstag vor dem Landgericht Rostock mehrere Sachverständige ausgesagt. Unter anderem beschäftigte sich das Gericht gezielt mit der Auffindesituation des Leichnams des Jungen. Dazu wurden auch schwer zu ertragende Fotos gezeigt, weshalb Fabians Mutter – anders als sonst – dem Prozess fernblieb.
Der achtjährige Fabian war am 10. Oktober mit sechs Messerstichen getötet worden, seine Leiche wurde anschließend in Brand gesetzt. Unter Mordverdacht steht Gina H., die Partnerin von Fabians Vater.
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Mehrere Aussagen von Gutachtern belasteten Gina H. dabei, ohne dass der entscheidende Beweis dabei war. So wies ein Sachverständiger für ein Textilgutachten darauf hin, dass unter dem rechten Daumennagel des Kindes eine lila-blau eingefärbte Baumwollfaser festgestellt worden sei, bei der es Übereinstimmungen zu einem Pullover der Tatverdächtigen gebe. Zudem sei an einem Textil-Ärmelbündchen des Opfers eine grau-grünliche Polyesterfaser gefunden worden, die von einer Reiterhose der Angeklagten stammen könne.

Der Experte machte aber klar, dass eine Bewertung der Funde sehr schwierig und kaum möglich sei. Es könne etwa nicht gesagt werden, wie es zu einer Spurenübertragung gekommen sei.
Fall Fabian: Blutspuren des Jungen im Auto entdeckt
Eine große Rolle spielte auch eine an einer Küchenrolle im orangefarbenen Ford der 30 Jahre alten Angeklagten entdeckte Blutspur. „Aus gutachterlicher Sicht besteht kein begründeter Zweifel, dass die nachgewiesenen DNA-Merkmale mit denen des Geschädigten übereinstimmen“, sagte die Sachverständige laut „Stern“ und „Bild“-Zeitung. Allerdings: Wie alt die Blutspur war, habe man nicht herausfinden können. Gina H. hatte regelmäßig mit Fabian Kontakt, zuletzt im Sommer. Auch DNA von Fabian wurde der Gutachterin zufolge im Auto gefunden. Die Expertin betonte, DNA könne sich über längere Zeiträume halten.

