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Gesundheit

Blasenkrebs: Heimtückischer Tumor bleibt lange unentdeckt

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Blasenkrebs: Heimtückischer Tumor bleibt lange unentdeckt
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Erste Anzeichen für einen Tumor

Blasenkrebs bleibt oft lange unentdeckt


Aktualisiert am 02.06.2026 – 09:58 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Blase: Ein Tumor wird hier oft erst spät entdeckt. (Quelle: Srisakorn/getty-images-bilder)

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Blasenkrebs ist heimtückisch. Jahrelang kann ein bösartiger Tumor unbemerkt in der Blase wachsen. Ein Urologe erklärt, woran Sie die Krankheit frühzeitig erkennen.

Mehr als 29.000 Mal pro Jahr erhalten Menschen hierzulande die Diagnose Blasenkrebs. Tückisch ist, dass der Tumor im Frühstadium kaum eindeutige Symptome hervorruft. Auch Schmerzen treten eher selten auf.

Info: Blasenkrebs

Bei Harnblasenkrebs, einem sogenannten Harnblasenkarzinom, handelt es sich um einen bösartigen Tumor in der Harnblase.

Symptome: Vorsicht bei Blut im Urin

An welchen Symptomen Blasenkrebs dennoch erkennbar ist, erklärt Professor Dr. Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie an der Asklepios Klinik Altona. „Am häufigsten ist Blut im Urin“, so der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie.

Betroffene sollten bei einer Rot- oder Braunfärbung des Urins daher immer einen Arzt aufsuchen. Auch Schmerzen beim Wasserlassen können ein Anzeichen für Blasenkrebs sein. Im fortgeschrittenen Stadium der Krebserkrankung kommen meist Schmerzen im Unterleib und der Nierengegend hinzu.

Ein Früherkennungstest wie der Urintest „NMP22“, der in einer Urinprobe eine von Tumoren vermehrt gebildete Substanz nachweisen soll, ist dem Urologen zufolge bislang nicht sehr zuverlässig.

Ursachen: Rauchen ist Risikofaktor Nummer eins

Warum Geschwülste in der Harnblase und den Harnwegen entstehen, ist noch unklar. Wissenschaftliche Untersuchungen haben einige Faktoren nachweisen können, die das Erkrankungsrisiko für Blasenkrebs erhöhen, schreibt die Deutsche Krebshilfe in ihrem Ratgeber.

Der größte Risikofaktor für ein Blasenkarzinom ist „ganz klar“ Rauchen, so Professor Dr. Wülfing. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko, denn die krebserregenden Substanzen des Zigarettenrauches werden von der Niere aus dem Blut gefiltert und gelangen mit dem Urin in die Blase, wo sie die Schleimhaut schädigen. Experten schätzen, dass etwa 30 bis 70 Prozent aller Blasenkrebserkrankungen auf das Rauchen zurückzuführen sind.

Chemische Substanzen als Auslöser für Blasenkrebs

Bei machen beruflichen Tätigkeiten sind die Beschäftigten bestimmten chemischen Stoffen wie aromatischen Aminen und Anilin-Farbstoffen ausgesetzt, die das Blasenkrebsrisiko erhöhen können. Gefährdet sind der Deutschen Krebshilfe zufolge:

  • Chemiearbeiter
  • Maler und Lackierer
  • Automechaniker
  • Beschäftigte in der Gummiverarbeitung
  • Beschäftigte in der Stahl- und Lederindustrie
  • Friseure
  • Zahntechniker

In diesen Branchen gilt Blasenkrebs als anerkannte Berufskrankheit. Heutzutage gibt es verbesserte Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit solchen Substanzen am Arbeitsplatz. Aber auch im privaten Alltag kommen viele Menschen mit krebserregenden Stoffen in Kontakt. So stehen chemische Haarfärbemittel unter Verdacht, das Blasenkrebsrisiko zu erhöhen.

Weitere Risikofaktoren für Blasenkrebs sind:

  • chronische Blasenentzündungen
  • Blasensteine und Dauerkatheter
  • Einnahme von Schmerzmedikamenten mit dem Wirkstoff Phenazetin
  • über viele Jahre anhaltende Infektionskrankheiten wie Bilharziose
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