Weltkriegsbombe in Berlin
Tausende mussten raus – jetzt ist die Bombe entschärft
Aktualisiert am 26.08.2026 – 23:54 UhrLesedauer: 2 Min.
In Berlin-Neukölln zwingt eine rund 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe Tausende Menschen zur Flucht aus ihren Wohnungen. Nun folgt die Entwarnung.
Die am Mittwochvormittag in Berlin-Neukölln entdeckte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. Das teilte die Polizei am Donnerstagabend auf „X“ mit. Zuvor war der eingerichtete Sperrbereich evakuiert worden, insgesamt 5.600 Haushalte waren betroffen.
„Der Zünder der Weltkriegsbombe wurde erfolgreich getrennt und unschädlich gemacht. Es besteht keine Gefahr mehr. Die Einsatzmaßnahmen werden nun schrittweise zurückgefahren. Alle Absperrungen sind aufgehoben, und die Rückkehr in die Häuser und Wohnungen ist ab sofort wieder möglich. Vielen Dank für Ihre Geduld und Ihr Verständnis“, hieß es in dem Post am Donnerstagabend.
Der rund 100 Kilogramm schwere Blindgänger war bei Kanalarbeiten entdeckt worden. „Es handelt sich um einen rund 100 Kilogramm schweren Blindgänger“, sagte Polizeisprecher Martin Halweg der Regionalredaktion von t-online in Berlin.
Bereich zwischen Teupitzer Straße und Treptower Straße betroffen
Um den Fundort war zunächst ein Sperrkreis von 500 Metern eingerichtet worden. Innerhalb dieses Bereichs lagen unter anderem ein Seniorenheim, eine Obdachlosenunterkunft und eine Kita. Für die Betroffenen wurde eine Notunterkunft eingerichtet. Nach Angaben der Polizei waren 200 Polizisten im Einsatz, zusätzlich unterstützten Feuerwehr, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk die Maßnahmen.
Die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) hatte auf Bluesky mitgeteilt, dass besonders der Bereich zwischen Teupitzer Straße und Treptower Straße betroffen war.
Nach ersten Einschätzungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sollte die Bombe noch am Mittwoch vor Ort entschärft werden – dafür musste sie zunächst an Land geschafft werden. Laut Polizeisprecher Halweg hätte sich die Evakuierung mitsamt der notwendigen Liegend- und Sitztransporte für mobilitätseingeschränkte Menschen bis in die Nacht ziehen können. Die genaue Herkunft der Bombe war zunächst unbekannt, sie wurde von der Kriminaltechnik untersucht.