„Schwer zu ertragen“

Mordfall Fabian: Richter spricht Warnung aus


Aktualisiert am 28.05.2026 – 18:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Holger Schütt, Vorsitzender Richter im Mordfall Fabian: Er sprach von belastenden Fotos, die gezeigt würden. (Quelle: Bernd Wüstneck/dpa)

Novum am siebten Prozesstag im Mordfall Fabian: Erstmals wird die Mutter des achtjährigen Jungen aus Güstrow nicht dabei sein. Dahinter steckt eine bewusste Entscheidung.

Am siebten Prozesstag im Mordfall Fabian am Donnerstag wird die Mutter des damals Achtjährigen, Dorina L., erstmals nicht im Saal des Landgerichts anwesend sein. L. ist Nebenklägerin im Mordprozess gegen die Angeklagte Gina H., die die Partnerin von Fabians Vater ist.

Den Schritt hatte die Anwältin der Mutter, Christine Habetha, im Gespräch mit t-online bereits am Dienstag angekündigt. Am Donnerstag sollen nach ihrer Aussage belastende Fotos im Gerichtssaal gezeigt werden, auch Fotos der Leiche am Fundort, einem Tümpel bei Klein Upahl. „Dorina L. wird zu Hause bleiben“, erläuterte Habetha. Die Fotos seien zu schwer zu ertragen.

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Fall Fabian: Schwer zu ertragende Bilder

Auch der Vorsitzende Richter Holger Schütt warnte bereits am Mittwoch: „Wir werden Bilder zu sehen bekommen, die auch etwas schwieriger zu ertragen sind. Das wird auch die nächsten Verhandlungstage betreffen“, sagte er am Mittwoch, auch in Richtung der Mutter. Am Donnerstag selbst sagte er laut „Bild“-Zeitung: „Kurze Warnung nochmal an das Publikum: Wie auch schon gestern gesagt, es werden Bilder gezeigt, die schwer zu ertragen sind. Wer das nicht aushält, der hat jetzt die Möglichkeit, den Saal ohne Störung zu verlassen.“

Anwältin Christine Habetha (l.) und Fabians Mutter Dorina L. im Saal des Landgerichts Rostock: Bisher verfolgte sie jeden Prozesstag. (Quelle: Bernd Wüstneck/dpa)

Fabians Mutter hatte eigentlich angekündigt, den Prozess um ihren getöteten Sohn lückenlos verfolgen zu wollen. Sie wolle Fabian damit ein Gesicht geben, hatte sie vor Prozessbeginn gesagt. Allerdings verlangte ihr der Prozess bereits an den ersten Tagen einiges ab: Immer wieder kämpfte sie mit den Tränen, musste zeitweise den Gerichtssaal verlassen, weil sie etwa Schilderungen des Leichnamfunds nicht ertragen konnte.

Mordfall Fabian aus Güstrow: Gutachter geladen

Am siebten Verhandlungstag sollen zudem ein Sachverständiger für ein Textilgutachten, ein Polizeibeamter für die Auswertung der Funk- und Verbindungsdaten sowie ein Sachverständiger für die Auswertung von Blutspuren gehört werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich daraus weitere Indizien ergeben, die für Gina H. als Täterin sprechen.

Fabian war am 10. Oktober 2025 mit sechs Messerstichen getötet und seine Leiche anschließend mit Grillanzünder in Brand gesetzt worden. Die Angeklagte Gina H. soll nach Auffassung der Staatsanwaltschaft mit dem Mord versucht haben, die Beziehung zu Fabians Vater zu retten.

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