Stromausfälle in Deutschland

Herrmann: „Bayern ist gut gerüstet“

06.01.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Joachim Herrmann (CSU) im Oktober während einer gemeinsamen Übung von Polizei und Bundeswehr: Der Innenminister sagt, dass Bayern gegen Stromausfälle gut vorbereitet sei. (Quelle: Imago/Michael Bihlmayer/imago)

Innenminister Herrmann sieht den Freistaat für Krisensituationen gerüstet. Kreisverwaltungsbehörden müssen Notfallpläne für tausende Menschen vorbereiten.

Bayern verstärkt seine Vorbereitungen für mögliche Stromausfälle. Das geht aus einer Mitteilung des bayerischen Innenministeriums vom Dienstag hervor. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) reagiert damit auf einen großflächigen Stromausfall in Berlin, der die Versorgung tausender Haushalte unterbrochen hat.

Dem Innenministerium zufolge liegen im Freistaat keine konkreten Hinweise auf einen Angriff auf die kritische Infrastruktur, wie sie etwa mutmaßlich in Berlin geschah, vor.

Dennoch betont Herrmann die Bereitschaft für Krisensituationen: „Bayern ist gut gerüstet, um die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und den Schutz kritischer Infrastrukturen in Krisensituationen bestmöglich zu gewährleisten.“

Landratsämter, kreisfreie Städte und Gemeinden in Bayern müssen Notfallpläne vorhalten und regelmäßig aktualisieren. Alle 96 Kreisverwaltungsbehörden im Freistaat seien verpflichtet, Pläne für die Unterbringung, Verpflegung und Betreuung von mindestens 1.000 Personen bereitzuhalten.

Bei einem lang anhaltenden Stromausfall im Winter wären laut Ministerium umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen möglich. Diese würden neben der kurzfristigen Belegung von Pensionen und Hotels auch die Einrichtung von Aufnahme- und Betreuungsstellen in Messe-, Sport- und Veranstaltungshallen umfassen.

Der Freistaat beschafft weitere Notstromgerätesätze. 20 Sätze mit Netzersatzanlagen, Lichtmasten und mobilen Stromerzeugern stehen zur sofortigen Auslieferung bereit. Mittelfristig sollen alle 96 Kreisverwaltungsbehörden einen solchen Gerätesatz erhalten.

Auch das Technische Hilfswerk (THW) soll Unterstützung bekommen. Die Fachgruppen Elektroversorgung des THW sollen mit leistungsstarken Notstromaggregaten ausgestattet werden. Damit könnten sie im Notfall Einsatzstellen, Notunterkünfte sowie kritische Infrastrukturen wie Kliniken oder Wasserversorgungsanlagen unterstützen.

Laut Innenministerium obliegt der Schutz der Betriebsanlagen kritischer Infrastrukturen grundsätzlich den Betreibern. Im Bereich der Stromversorgung sind das die Energieversorgungsunternehmen.

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