Bauernpräsident: „Rund 100.000 Traktoren auf den Straßen“
Aktualisiert am 08.01.2024 – 16:59 UhrLesedauer: 20 Min.
Die Bauernproteste nehmen neues Ausmaß an: Konvois, Demos und Blockaden. (Quelle: Reuters)
Ab Montag wollen die Landwirte Deutschland lahmlegen: Der Bauernverband hat zu großangelegten Protestaktionen aufgerufen. Alle Informationen im Newsblog.
Das Wichtigste im Überblick
Die Landwirte gehen auf die Barrikaden. Mit Straßenblockaden, Traktor-Korsos und weiteren Protestformen wollen sie ab Montag gegen geplante Kürzungen von Subventionen demonstrieren.
Dieser Newsblog informiert Sie über die aktuellen Entwicklungen:
Bauernpräsident: „Rund 100.000 Traktoren auf den Straßen“
16.45 Uhr: Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, zieht zum Ende des ersten Protesttages ein positives Resümee. „Wir gehen davon aus, dass heute in ganz Deutschland rund 100.000 Traktoren auf den Straßen waren“, sagte Rukwied t-online. „Das zeigt, welche Bedeutung die Steuererhöhungspläne der Ampel für unsere Bauern haben. Dieser erste Tag war ein deutliches Signal an die Regierung, diese zurückzuziehen.“
Mehrere Ministerpräsidenten unterstützen Bauernprotest
16.24 Uhr: Die Ministerpräsidenten der Länder stellen sich größtenteils hinter die Proteste der Landwirte. Einige warnen jedoch vor einem Missbrauch durch die AfD. Mehr dazu lesen Sie hier.
Demonstration in Köln: Friedlicher Protest mit Beigeschmack
Dresden: Tausende Menschen bei Demo der rechtsextremen „Freien Sachsen“
15.35 Uhr: Mehrere tausend Menschen sind am nach Polizeiangaben in Dresden bei einer von der rechtsextremen Partei „Freie Sachsen“ angemeldeten Demonstration durch die Dresdner Innenstadt gezogen. Am Carolaplatz habe es einen Vorfall gegeben, als Teilnehmer versuchten, sich durch eine Polizeikette zu drängen, sagt ein Polizeisprecher. Die Demonstranten seien zurückgedrängt worden, hieß es. Mehr dazu lesen Sie hier.
München: Grüne bei Kundgebung ausgebuht
15.32 Uhr: Bei der zentralen Münchner Kundgebung der Landwirte werden die Grünen ausgebuht. Zunächst verurteilt der Präsident des Bayerischen Bauernverbands die Blockadeaktion schleswig-holsteinischer Bauern gegen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in der vergangenen Woche. Dafür erntet Felßner Buhrufe aus größeren Teilen des Publikums. An der Kundgebung nehmen nach Schätzungen bis zu 10.000 Menschen teil. Diese Zahl nennt der Bayerische Bauernverband, die Münchner Polizei schätzt 8.000.
Als einziger Politiker ist Grünen-Bundestagsabgeordneten Karl Bär als Gastredner geladen. Auch Bär wird jedoch lautstark ausgebuht und von Teilen der Menge mit „Hau Ab“-Sprechchören zum Aufhören aufgefordert. Der Obmann der Grünen im Agrarausschuss des Bundestags warnt die Bauern seinerseits vor Radikalisierung. Bär fordert die Landwirte auf, es nicht den Klimademonstranten der „Letzten Generation“ gleich zu tun, die die Sympathie der Bevölkerung verloren hätten. Mit diesem Vergleich erntet der Grünen-Politiker wütenden Protest.
Traktor-Protest in Hamburg: „Immer mehr Bauern geben auf“
14.42 Uhr: Tausende Bauern sind mit ihren Traktoren nach Hamburg gefahren, um gegen die Agrarpolitik zu demonstrieren. t-online hat einen Landwirt dabei begleitet. Mehr dazu lesen Sie hier.
Proteste könnten in Berlin schon ab morgen zu leeren Regalen führen
14.05 Uhr: Der Handelsverband Berlin-Brandenburg warnt davor, dass die Bauernproteste zu leeren Regalen in der Bundeshauptstadt führen könnten. „Schon morgen werden Hunderte Supermärkte in Berlin keine Warenlieferungen erhalten“, so Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg im Gespräch mit t-online. Was genau die Gründe dafür sind, lesen Sie hier.
Sachsens Landwirte stellen Protestaktion frühzeitig ein
14.00 Uhr: Die sächsischen Landwirte wollen ihren Protest gegen die Sparpläne der Bundesregierung frühzeitig einstellen. „Das Verständnis für unsere Proteste am heutigen Tage war überwältigend“, teilt der Landesbauernverband und der Verein „Land schafft Verbindung“ mit.
