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Finanzen

Babboe & Co: Fahrradhersteller Accell erklärt Zahlungsunfähigkeit

wochentlich.deBy wochentlich.de7 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Babboe & Co: Fahrradhersteller Accell erklärt Zahlungsunfähigkeit
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Accell erklärt sich für zahlungsunfähig

Bekannter Fahrradhersteller vor dem Aus

07.08.2026 – 14:18 UhrLesedauer: 2 Min.

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Babboe-Lastenräder (Archivbild): Mutterkonzern Accell steckt in der Krise. (Quelle: Sylvain Robin/imago)

Die Krise auf dem Fahrradmarkt fordert ein nächstes Opfer. Der Radkonzern Accell kann seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen. Das Aus wird von einem Vorwurf begleitet.

Die Nachwehen der Corona-Pandemie haben den Fahrradmarkt erreicht. Die niederländische Accell Group mit bekannten Marken wie Babboe, Batavus, Winora, Ghost, Raleigh, Haibike und Sparta kämpft ums Überleben. Nachdem alle Möglichkeiten ausgeschöpft seien, „kann das Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen“, teilte der Betrieb nach einem Bericht der Zeitung „NRC Handelsblad“ mit. Es sei deshalb notwendig, „für die betreffenden regionalen Tochtergesellschaften Insolvenzprozesse einzuleiten“.

Accell beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter. In Boom-Zeiten waren es rund 3.700 Beschäftigte. In Deutschland produzierte der Konzern unter anderem im oberpfälzischen Waldsassen.

Die niederländische Unternehmensgruppe Accell hatte vor allem während der Pandemie stark zugelegt. Damals stieg der Fahrradabsatz rasant. Vor allem E-Bikes waren gefragt.

Schon im vergangenen Jahr musste die letzte Fabrik in den Niederlanden schließen. Die Produktion wurde von Herenveen in die Türkei und nach Ungarn verlegt. Nun steckt der ganze Konzern in der Krise.

Dabei war eine Übernahme durch den asiatischen Investor Tri Star geplant. Doch die lehnten die europäischen Kartellbehörden ab. Accell-Chef Jonas Nilsson verband die Mitteilung über die Zahlungsunfähigkeit deshalb auch mit einer Anklage gegen die EU-Behörden: „Dies ist eine Mitteilung, die wir niemals hätten veröffentlichen wollen“, teilte er mit. Nilsson hatte die Führung des Unternehmens erst im vergangenen Jahr übernommen.

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