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Autobahn-Verkehr birgt unsichtbares Risiko: Hier ist Auffahren fatal

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Autobahn-Verkehr birgt unsichtbares Risiko: Hier ist Auffahren fatal
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Unsichtbares Risiko auf Deutschlands Autobahnen

Wer hier auffährt, hat kaum eine Chance


01.07.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 2 Min.

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Gefahr im Autobahnverkehr: Eine gesetzlich vorgeschriebene Schutzvorrichtung bricht bei einem Aufprall oft einfach weg. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK)

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Er ist an jedem Lastwagen in Europa vorgeschrieben, doch im Ernstfall bietet er oft kaum Schutz: der Unterfahrschutz. Neue internationale Crashtests zeigen, was bei einem Auffahrunfall tatsächlich passiert.

Der gesetzliche Schutz am Heck von Lastwagen hält der Wucht eines Aufpralls oft nicht stand. Bei gemeinsamen Versuchen des ADAC, der Experten von Euro NCAP sowie von Partnern aus Schweden und den USA versagte die Konstruktion. Das auffahrende Auto glitt unter den Lkw.

Unsichtbares Risiko auf der Autobahn

Die verheerenden Folgen zeigten sich im ADAC-Testzentrum in Landsberg. Ein Pkw prallte mit 56 Kilometern pro Stunde auf das Heck eines stehenden, über 18 Tonnen schweren Lkw-Gespanns. Die Wucht des Aufpralls riss den Unterfahrschutz aus seiner Verankerung und schleuderte ihn zur Seite. Das Auto tauchte tief unter den Anhänger ein und wurde bis zur Mitte aufgerissen.

Ein vergleichbarer Versuch von Euro NCAP in Großbritannien bestätigte diesen Befund. Auch dort hielt die Vorrichtung der Belastung nicht stand. Die Ladefläche des Aufliegers bohrte sich direkt in die Fahrgastzelle – genau auf Kopfhöhe des Fahrers. Ein Insasse hätte diesen Unfall laut ADAC in der Regel nicht überlebt. Weil die Kabine extrem deformiert wird, können Airbags oder Gurte ihre Wirkung nicht mehr entfalten. Genau solche Unfälle gehören für Rettungskräfte nach wie vor zum Alltag auf den Fernstraßen.

Fatale Schwachstelle: Weil der Unterfahrschutz versagt, bohrt sich das Lkw-Heck ungebremst in die Fahrgastzelle des Autos.Vergrößern des Bildes
Fatale Schwachstelle: Weil der Unterfahrschutz versagt, bohrt sich das Lkw-Heck ungebremst in die Fahrgastzelle des Autos. (Quelle: Viktor Schwenk)

Assistenten versagen bei hohem Tempo

Die Prüfer bezogen auch moderne Technik in die Tests ein. Sie ließen sieben aktuelle Fahrzeugmodelle gegen einen Lastwagen-Nachbau antreten. Das Ergebnis ist zwiegespalten: Bei niedrigen Geschwindigkeiten erkannten viele Systeme das Hindernis rechtzeitig und bremsten den Wagen ab. Bei einer Geschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn war jedoch kein einziger Assistent in der Lage, den Aufprall zu verhindern.

Die Lösung ist da, doch niemand nutzt sie

Die verheerenden Testergebnisse dürften die Diskussion über strengere Regeln nun neu anheizen. Die beteiligten Organisationen fordern schnelle Konsequenzen und politische Maßnahmen, um die Umrüstung bereits zugelassener Lastwagen finanziell zu fördern.

Denn niemand müsste bei diesen Unfällen sterben. Wirksamere Schutzsysteme (kein Wegknicken, mehr Energieaufnahme) sind längst erfunden und in den USA im Einsatz. Sie fangen die Energie des Aufpralls verlässlich ab und retten Leben. Auch deutsche Hersteller bieten diese sichere Technik bereits an. Doch eingebaut wird sie bislang kaum.

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