Ausgebüxtes Wasserschwein
Samba ist seit sechs Monaten untergetaucht – Zoo sucht weiter
Aktualisiert am 01.10.2026 – 02:03 UhrLesedauer: 3 Min.
Das aus einem Zoo in England ausgebüxte Wasserschwein Samba wird schon seit sechs Monaten gesucht. Kürzlich wurde das findige Nagetier wieder gesichtet.
Samba hält einen Zoo in Südengland seit sechs Monaten auf Trab: Nur einen Tag, nachdem das damals neun Monate alte Wasserschwein in den Marwell Zoo in der Nähe der Stadt Winchester umgesiedelt worden war, büxte es aus seinem temporären Gehege aus. Mit dabei war auch ihre gleichaltrige Schwester Tango. Das war am 17. März.
„Wir haben Suchteams eingesetzt, darunter Spezialhundestaffeln, die ihre Fährte aufspüren, sowie Wärmebilddrohnen“, zitierte der britische „Guardian“ damals Laura Read, die Geschäftsführerin des Zoos. Schwester Tango konnte rasch wieder eingesammelt werden, doch Samba gelang es abzutauchen. Seitdem ist das große Nagetier im englischen Hampshire unterwegs.
Dabei wurde Samba schon mehrfach gesichtet. So auch am Abend ihres Ausbruchs. Gäste in einem Pub etwa 1,5 Kilometer vom Zoo entfernt entdeckten das Tier am Straßenrand. Sofort machten sich mehrere Autos auf den Weg, ausgestattet mit Transportkisten und Netzen. Die Farmer in der Umgebung wurden informiert, damit die Suchtrupps ihre Felder betreten durften. Ohne Erfolg.
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Im Zoo machten Verantwortliche sich Sorgen. Die größte Gefahr für Samba: der Straßenverkehr. Natürliche Feinde gebe es in der Region nicht, dafür sei das Wasserschwein schlicht zu groß, so Laura Read. Wasserschweine sind jedoch äußerst soziale Tiere und dafür bekannt, dass sie mit anderen Artgenossen auf einem großen Haufen liegen. Fühlt sich Samba ohne ihre Schwester allein?, fragten sich die Tierpfleger. Der Marwell Zoo entschied sich, die Suche öffentlich zu machen und richtete dafür sogar eine rund um die Uhr besetzte Hotline ein.
Die Experten vermuteten, dass Samba die Nähe zum Wasser suchen würde – denn Schwimmen ist ihre Stärke und Wasser ein Rückzugsort. Tatsächlich wurde das Tier am 22. März von einem Hundebesitzer dabei gefilmt, wie es sich am Ufer des Flusses Itchen sonnte und dann planschend im Wasser verschwand. Suchtrupps kämmten die Flussufer ab, es wurden Wärmebilddrohnen, Lebendfallen und sogar ein spezieller Spürhund eingesetzt. Auch die lokale Bevölkerung beteiligte sich an der Suchaktion.
Neue Hoffnung bei der Suche nach Samba
Zuletzt wurde Samba im August gesehen. Eine Wildtierkamera schoss ein unscharfes Bild. Der Zoo installierte daraufhin eigene Kameras und erhielt eine Woche später den eindeutigen Lebensbeweis. Ein erstes Bild: ein behaarter, rundlicher Tierhintern. Das zweite: Samba. „Zweifellos ist das unser Mädchen, wohlgenährt und gesund“, sagte Read dem britischen „Guardian“
