Nach Abreise von Kimmich kein klarer Anführer
Klopp und die K-Frage
01.10.2026 – 11:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Für Bundestrainer Jürgen Klopp steht am Donnerstag das dritte Länderspiel an, das erste mit seinem zweiten Kader. Wer das Team anführen soll, ist aber noch nicht bekannt.
Aus München berichtet Nikolaus Ralle
Wer im Tor steht, das hat Jürgen Klopp bereits verraten. Jonas Urbig ist für das Nations-League-Spiel gegen Serbien am Donnerstagabend der Mann der Wahl. Wer bei der Nationalhymne neben Urbig stehen wird, das behielt Klopp jedoch für sich. Denn die Kapitänsfrage ließ der Bundestrainer offen.
Joshua Kimmich, der eigentliche Spielführer, war Teil des Kaders für die ersten zwei Länderspiele in diesem Herbst. Nach dem Griechenland-Spiel am vergangenen Sonntag ist er abgereist. Kimmichs wahrscheinlicher Vertreter wäre Nico Schlotterbeck gewesen, doch der Abwehrchef des BVB verletzte sich am Mittwoch im Abschlusstraining und fällt aus. So steht noch ein Fragezeichen bei der Wahl auf den Kapitän am Donnerstagabend – zumindest für die Öffentlichkeit.
Klopp gab sich auf der Abschlusspressekonferenz am Mittwochabend gelassen. Der Bundestrainer präsentierte eine pragmatische Lösung: „Kapitän wird der sein, der die meisten Länderspiele vorzuweisen hat“. Den Rest wollte Klopp den Journalisten überlassen. „Ihr könnt ja nachgucken, wie die Reihenfolge ist. Wenn der spielt, ist es der. Wenn der spielt, ist es der. Und wenn gar keiner von denen spielt, ist es Jonas Urbig, der macht morgen sein erstes Spiel“, scherzte der Bundestrainer.
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Die meisten Länderspiele im aktuellen Kader hat Serge Gnabry auf dem Konto (61). Der Angreifer von Bayern München gab sein Debüt im November 2016 und ist seitdem fester Bestandteil des DFB-Teams. Gnabry kommt allerdings aus einer langwierigen Verletzung, ob er in der Startelf steht, ist daher alles andere als sicher.
Der wahrscheinlichere Kandidat wäre Florian Wirtz. Mit 46 Länderspielen ist der 23-Jährige teamintern der Spieler mit den zweitmeisten Einsätzen. Wirtz durchlebt eine wechselhafte Phase in Liverpool, das Kapitänsamt bei der Nationalmannschaft könnte ihm jedoch einen Vertrauensschub geben.
Raum bringt viel mit, aber nur theoretische Chancen
Außenseiterchancen auf die Binde gegen Serbien hat der Kapitän von RB Leipzig. Wenn Gnabry und Wirtz beide auf der Bank Platz nehmen müssten, wäre David Raum die Lösung. Raum spielt seit mehreren Jahren auf der Linksverteidigerposition sowohl im Klub als auch bei der Nationalmannschaft eine zentrale Rolle. Zuletzt hatte der 28-Jährige bei der WM seinen Platz an Nathaniel Brown verloren.
Für alle drei Kandidaten wäre es die Premiere mit der Kapitänsbinde bei der Nationalmannschaft. Mit der Verkündung der Startelf am Donnerstagabend wird Klarheit herrschen, wer vor den fast 67.000 Zuschauern in der fast ausverkauften Allianz Arena die DFB-Elf auf den Platz führt.
