Vorsicht, Lebensgefahr

Anaphylaktischer Schock: Das sind die typischen Symptome


Aktualisiert am 31.05.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 3 Min.

Einsatz für den Notdienst (Symbolbild): Ein anaphylaktischer Schock ist ein medizinischer Notfall. (Quelle: EyeEm Mobile GmbH/getty-images-bilder)

Allergien können schwere bis sogar tödliche Folgen haben. Besonders gefürchtet ist der anaphylaktische Schock. Bei diesen Symptomen besteht Lebensgefahr.

Im Laufe ihres Lebens erkranken mehr als 20 Prozent der Kinder und über 30 Prozent der Erwachsenen an mindestens einer allergischen Erkrankung – Tendenz steigend. Dabei reagiert ihr Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Substanzen, sogenannte Allergene. Am häufigsten sind dabei Allergien gegen Pollen (Heuschnupfen), bestimmte Bestandteile aus Nahrungsmittel und Insektengift.

Allergien beeinträchtigen den Alltag

Zu den typischen Beschwerden einer Allergie zählen etwa:

  • Schnupfen
  • Husten
  • Niesen
  • Atemprobleme
  • tränende Augen
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Schwellungen der Schleimhäute
  • Magen-Darm-Probleme

Schwere Allergien können jedoch auch zu einer akuten Notsituation führen. Der sogenannte anaphylaktische Schock ist eine seltene, aber gefürchtete allergische Reaktion.

Es wird geschätzt, dass pro Jahr etwa einer von 10.000 Menschen eine anaphylaktischen Schock erleidet. Jährlich sterben in Deutschland schätzungsweise 80 bis 240 Menschen daran.

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Was ist ein anaphylaktischer Schock?

Der Schock ist die extremste Form einer anaphylaktischen Reaktion. Anaphylaktische Reaktionen sind plötzlich auftretende Allergie-Symptome, die meist mehrere Organe oder Organsysteme gleichzeitig oder in rascher Folge betreffen. Sie werden in vier Schweregrade eingeteilt und in die Untergruppen „Haut und allgemeine Beschwerden“, „Magen-Darm-Trakt“, „Atemwege“ und „Herz-Kreislaufsystem“ unterteilt:

Grad I: Im Kontakt mit dem Allergen kommt es meist nur zu Hautreaktionen wie Juckreiz, Hautrötung, Quaddeln, Hautschwellungen.

Grad II: Zusätzlich dazu treten Übelkeit, Krämpfe und oder Erbrechen auf. Auch (zusätzlich) möglich: eine laufende Nase, Heiserkeit und/oder Atemnot. Auch ein hoher Puls, sehr niedriger Blutdruck und Herzrhythmusstörungen können Teil der allergischen Reaktion sein.

Grad III: Hier sind Erbrechen, Durchfall, Blähungen und Durchfall möglich. Ebenso ein Anschwellen des Kehlkopfes, Atemkrämpfe, eine Blaufärbung der Haut und/oder der Schleimhäute. Letztere wird durch Sauerstoffmangel im Blut verursacht. Es kann zu einer Minderdurchblutung der Organe, zum Kreislaufversagen und zur Bewusstlosigkeit kommen – klassische Symptome eines Schocks.

Grad IV: Im schlimmsten Fall sind Atem- und Kreislaufstillstand möglich (umgangssprachlich „allergischer Schock“).

Welche Ursachen hat eine anaphylaktische Reaktion?

Typische Auslöser der allergischen Reaktion sind Insektengifte (Wespen- oder Bienenstiche) und Nahrungsmittel (wie etwa Nüsse, Hülsenfrüchte, Fisch und Schalentiere, Milchprodukte, bestimmte Obstsorten oder Sojaeiweiß). Auch auf bestimmte Medikamente kann allergisch reagiert werden – etwa auf Antibiotika oder Schmerzmittel.

Die allergische Reaktion tritt meist innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten nach Kontakt mit der auslösenden Substanz auf („Soforttyp“). Seltener sind allergische Reaktionen, die um Stunden verzögert ablaufen.

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