Am Kölner Altstadtufer
Kreuzfahrtschiff im Rhein auf Grund gelaufen
Aktualisiert am 29.06.2026 – 14:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Kreuzfahrtschiff „Viking Einar“ hat sich am Montagmorgen in der Nähe der Deutzer Brücke in Köln festgefahren. Die Schifffahrt ist derzeit eingeschränkt.
Das Kreuzfahrtschiff „Viking Einar“ hat sich am Montag im Rhein festgefahren. Seit den Mittagsstunden steckt das Schiff mit rund 190 Passagieren an Bord zwischen Deutzer Brücke und Schokoladenmuseum am Altstadtufer fest. Die Wasserschutzpolizei in Köln bestätigte den Einsatz. Zunächst hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.
Noch ist unklar, warum sich das Kreuzfahrtschiff im betroffenen Bereich festgefahren hat. Der Zwischenfall ereignete sich bei einem Manöver unweit des Ufers. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei ist der Abschnitt zwischen Deutz und der Altstadt bei Niedrigwasser besonders kritisch, weil sich dort Sand und Erde aus dem Flussbett auftürmen. Dadurch ist dort der Wasserstand oft noch niedriger als in anderen Abschnitten des Rheins.
Rhein in Köln: Kreuzfahrtschiff „Viking Einar“ steckt im Fluss fest
Laut Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) lag der Rheinpegel am Montag nur noch bei 1,23 Meter. Dadurch steigt die Gefahr, dass sich Schiffe im Rhein festfahren. Nach ersten Erkenntnissen wurde die „Viking Einar“ bei dem Zwischenfall allerdings nicht beschädigt. Berichte über Verletzte an Bord gibt es ebenfalls nicht. Das Schiff steckt allerdings weiterhin im Rhein fest.
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Laut Wasserschutzpolizei könnte dies auch noch einige Stunden so bleiben. Mithilfe eines zweiten Schiffs soll versucht werden, die „Viking Einar“ mit einem sogenannten Turn-Versuch wieder freizubekommen. Dies könne allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.
In der Kölner Altstadt: Kreuzfahrtschiff läuft am Ufer auf Grund
Durch das feststeckende Schiff ist die Schifffahrt im betroffenen Bereich zwar nicht eingestellt, aber teilweise eingeschränkt. So müssen vorbeifahrende Schiffe vorsichtig und langsam an der Unfallstelle vorbeifahren, die Fahrrinne ist zusätzlich verengt. Die Wasserschutzpolizei überwacht die Situation vor Ort.
Durch die extreme Hitzewelle der vergangenen Tage und anhaltende Trockenheit war der Rheinpegel bis auf 1,23 Meter gefallen. Bis Donnerstag soll sich der Pegel leicht erholen, bevor der WSV erneut mit sinkenden Pegeln entlang des gesamten Flusses rechnet.
