325 Mitarbeiter betroffen
Erstmals seit 20 Jahren: Wendepunkt bei Zughersteller
Aktualisiert am 12.05.2026 – 19:13 UhrLesedauer: 1 Min.
20 Jahre lang waren die Mitarbeiter am Standort in Braunschweig tariflos angestellt. Das ändert sich nun. Was das für die Angestellten bedeutet.
Am Braunschweiger Standort von Alstom Transport gilt erstmals seit mehr als 20 Jahren ein Tarifvertrag. Darauf haben sich die IG Metall und die Alstom Transport Deutschland GmbH geeinigt. Der Überleitungs-Tarifvertrag gilt rückwirkend zum 1. April 2026 und läuft bis Ende 2029.
Nach Angaben der IG Metall soll der Standort in der Frankfurter Straße schrittweise an den Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen herangeführt werden. Weitere Einschnitte, die auf Konzernebene beschlossen werden, seien für die Beschäftigten in Braunschweig während der Laufzeit ausgeschlossen.
Alstoms Betriebsratsvorsitzende Uwe Schmieder erklärte, der Standort sei in den vergangenen 20 Jahren sowohl zu Zeiten von Bombardier (bis 2021) als auch im Alstom-Konzern einer der wenigen ohne Tarifvertrag gewesen. Mit dem neuen Abschluss würden alle Mitarbeiter zum 1. April 2027 neu eingruppiert. Zudem sollen Beschäftigte ihre Wochenarbeitszeit um drei Stunden auf 35 Stunden reduzieren können. Sonderzahlungen und Leistungszulagen würden schrittweise bis 2029 eingeführt.
Rund 325 Mitarbeiter in Braunschweig betroffen
Die IG Metall bezeichnete den Tarifabschluss als wichtiges Signal für die Bahn- und Signaltechnikbranche in der Region. Der Standort in Braunschweig gewinne zunehmend an Bedeutung.
Zum 1. April 2026 war die Alstom Signal GmbH in die Alstom Transport Deutschland GmbH übergegangen. In der Frankfurter Straße arbeiten laut Unternehmen rund 325 Beschäftigte im Bereich Signaltechnik. Der Standort gilt als Innovationszentrum für digitale Stellwerke und ETCS-Streckenausrüstung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
