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You are at:Home»Politik»Als Kind verschwunden – jetzt Soldat in der russischen Armee
Politik

Als Kind verschwunden – jetzt Soldat in der russischen Armee

wochentlich.deBy wochentlich.de10 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Umerziehungslager für Kinder

Entführter Ukrainer taucht als russischer Soldat wieder auf


Aktualisiert am 10.08.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 2 Min.

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Russischer Soldat (Symbolbild): Russland setzt offenbar verschleppte Kinder und Jugendliche aus der Ukraine ein. (Quelle: IMAGO/Alexei Konovalov)

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Es ist der erste bekannte Fall dieser Art: Ein ukrainischer Junge wird von Russen verschleppt, einer Gehirnwäsche unterzogen und kämpft nun gegen sein Heimatland.

Ein Ukrainer, der vor vier Jahren nach der russischen Besetzung seines Heimatdorfes in der Region Cherson verschwand, kämpft bei der russischen Armee. Das berichtete die britische „Times“.

Nach seinem Verschwinden wurde der Junge Oleksandr Mustyatse von der ukrainischen Regierung auf ihrer Website „Children of War“ offiziell als vermisst gemeldet. Bis zum vergangenen Monat hatte laut „Times“ niemand von ihm gehört.

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Verschollener Ukrainer: „Russland immer im Herzen“

Auf seiner offenbar nicht mehr aktiven VK-Seite, dem russischen Pendant zu Facebook, finden sich Fotos, die Mustyatse in russischer Militäruniform und mit einer Baseballkappe zeigen, die mit dem kriegsbefürwortenden Z-Symbol und den Farben der russischen Flagge verziert ist. Alle Einträge sind mindestens ein Jahr alt.

Mit 14 Jahren wurde Oleksandr Mustyatse aus der Ukraine verschleppt. Nun zeigt er sich mit dem kriegsbefürwortenden Z-Symbol und kämpft an der Seite Russlands gegen sein Heimatland.Vergrößern des Bildes
Mit 14 Jahren wurde Oleksandr Mustyatse aus der Ukraine verschleppt. Nun zeigt er sich mit dem kriegsbefürwortenden Z-Symbol und kämpft an der Seite Russlands gegen sein Heimatland. (Quelle: Screenshot X / Tymofiy Mylovanov)

Anfang August konnten Aktivisten der gegen die Militarisierung ukrainischer Kinder durch Moskau tätigen Gruppe „Back to Ukraine“ Kontakt zu dem inzwischen 19-Jährigen aufnehmen. Ihnen schrieb Mustyatse, Russland sei immer „in seinem Herzen“ gewesen. Weiter äußerte er sich nicht. Die Organisation kommentierte dies auf ihren Social-Media-Profilen mit den Worten: „Russland nimmt Kinder, bricht sie, formt sie nach seinen Vorstellungen um und schickt sie in den Kampf.“

Mindestens 400 ukrainische Minderjährige auf Schlachtfeld getötet

Verschiedenen Berichten zufolge wurden Zehntausende Kinder aus von Russland besetzten Gebieten entführt. Viele von ihnen wurden offenbar in Lager geschickt, in denen sie für den Kampf gegen ihr Heimatland ausgebildet werden. Auch russische Staatsmedien berichten über solche vom Kreml unterstützten „militärpatriotischen“ Lager.

Demnach wird ukrainischen Kindern und Jugendlichen dort der Umgang mit automatischen Waffen und die Bedienung von Drohnen beigebracht. Mehrere ukrainische Medien berichteten übereinstimmend, dass etwa 400 Ukrainer unter 18 Jahren bereits auf dem Schlachtfeld starben, nachdem Russland sie zwangsweise in seine Armee eingezogen hatte.

Gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und seine Kinderbeauftragte Maria Lwowa-Belowa besteht seit 2023 ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen des Vorwurfs der Entführung von etwa 20.000 ukrainischen Kindern. Der Kreml weist diese Anschuldigungen zurück.

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