Der deutsche Versicherungsriese Allianz bietet 1,6 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) für einen Mindestanteil von 51 Prozent an der singapurischen Income Insurance Ltd. Durch den Deal würde das Unternehmen zum viertgrößten Kompositversicherer Asiens werden.

Europas größter Versicherer, die Allianz, will ihre Präsenz in Singapur deutlich ausbauen. In einer Erklärung teilte die Allianz mit, dass es sich bei dem Angebot um eine Kooperation mit einer Tochtergesellschaft über die Allianz Europe BV handele, die ein freiwilliges allgemeines Barangebot in Höhe von 40,58 Dollar (37,13 Euro) je Aktie vorsehe.

Der Versicherungsriese sagte, Singapurs Rolle als dominierender Finanzplatz in der Region könne mehr Möglichkeiten für Produktentwicklung, Underwriting und Datenanalyse schaffen. Der Deal könne das Unternehmen vom neunten auf den vierten Platz auf dem asiatischen Versicherungsmarkt katapultieren, hieß es.

Income Insurance bleibt einer der vier systemrelevantesten Versicherer Singapurs. Die Transaktion bedarf der behördlichen Genehmigung und wird voraussichtlich im ersten Quartal nächsten Jahres in Kraft treten. Die globale Investmentfirma Morgan Stanley soll Income Insurance und NTUC bei dem Deal unterstützen, Morgan Stanley hat sich jedoch geweigert, dazu Stellung zu nehmen.

„Diese geplante Transaktion bringt zwei starke Unternehmen zum Nutzen der Kunden in Singapur zusammen und festigt die Führungsposition der Allianz in der Region“, sagte Allianz-Vorstandsmitglied Renate Wagner, die für die Region Asien-Pazifik verantwortlich ist.

Income Insurance sagte, das Engagement der Allianz, in Singapur zu investieren, sowie ihre Position auf dem Markt verliehen dem Deal eine „überzeugende“ Begründung.

Der Hauptaktionär NTUC Enterprise, der rund 73 Prozent der Aktien hält, erklärte, er werde weiterhin ein „wesentlicher“ Aktionär bleiben und unterstütze den Deal.

Die Allianz hat sich im Laufe der Jahre in Asien etabliert, unter anderem mit der Investitionsentscheidung vom Juni, nach China zu expandieren.

Im vergangenen Jahr genehmigte die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde die Entscheidung der Allianz, eine Onshore-Fondsverwaltungsgesellschaft zu gründen.

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