Beide kennen sich seit Jahren

Nach Hoeneß-Kritik: Klopp-Berater griff zum Telefon


Aktualisiert am 26.08.2026 – 14:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Uli Hoeneß: Der Ehrenpräsident des FC Bayern gilt als meinungsstark. (Quelle: IMAGO/Pressefoto Rudel/Nico Bauhof/imago)

Uli Hoeneß ist guter Dinge, dass Jürgen Klopp als Bundestrainer vieles besser machen wird. Eine Personalie sieht er allerdings problematisch.

Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Marc Kosicke haben sich offenbar ausgesprochen. Nach kontroversen Aussagen des 74-Jährigen in Richtung des Beraters von Jürgen Klopp habe es Informationen des Pay-TV-Senders Sky zufolge ein Telefonat zwischen Hoeneß und Kosicke gegeben. Die beiden, die sich bereits seit Jahren kennen, konnten sich demnach konstruktiv unterhalten.

Hoeneß hatte zuletzt kritisiert, dass neben Klopp auch dessen Berater Marc Kosicke vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) „mit eingekauft wurde“. Dies hatte der Ehrenpräsident des FC Bayern München als „Friendly Takeover“ bezeichnet: „Klopp und Co. haben den DFB übernommen und das halte ich für falsch.“

Klopps langjähriger Berater Kosicke war vom neuen Bundestrainer als eine Art Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation vorgestellt worden. In der DFB-Mitteilung zu Klopp tauchte der Name Kosicke und dessen Funktion aber nicht auf. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte, dass Kosicke ein „externer Mitarbeiter“ sein werde, der freilich „jeden Zugang im Verband“ erhalten werde. Neuendorf bezeichnete Kosicke als „wichtige Schnittstelle“ und bekannte: „Es war ganz klar, dass die beiden so eng miteinander verwoben sind, dass sie nur im Paket zu haben sind.“

Hoeneß irritierte dies. Er wisse nicht genau, was Kosicke da machen soll, meinte der Weltmeister von 1974. „Der hat eine Spieleragentur und die hat er als Geschäftsführer. Die Anteile auch. Das halte ich für ein Problem.“

Hoeneß bekam derweil Gegenwind von DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke, der dieser Kritik an den Begleitumständen der Verpflichtung von Klopp als Bundestrainer widersprach. „Da habe ich eben eine andere Meinung als er. Ich weiß nicht, was das mit ‚Friendly Takeover‘ zu tun hat. Die letzten beiden Bundestrainer kamen vom FC Bayern – mit Julian Nagelsmann und Hansi Flick. Da hat auch niemand gesagt, das ist ein ‚Friendly Takeover‘ des FC Bayern“, sagte Watzke im Gespräch mit RTL/Sky.

Entgegen Hoeneß‘ Vorwürfen ist Kosicke bereits am 14. August bei der Agentur projectFIVE ausgestiegen und besitzt zudem seit Längerem keine Anteile mehr.

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