Bundespräsidentenwahl
Aigner ist klare Gewinnerin der t-online-Abstimmung
Aktualisiert am 06.11.2026 – 17:49 UhrLesedauer: 3 Min.
Im Januar wird das Amt des Bundespräsidenten neu besetzt. Die Union hat sich nach t-online-Informationen auf Aigner als Kandidatin festgelegt. Die 61-Jährige hat auch bei den t-online-Leser die Nase vorn.
Am 30. Januar 2027 soll Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Bundespräsident abgelöst und eine neue Bundespräsidentin oder ein neuer Bundespräsident gewählt werden. Traditionell liegt das Vorschlagsrecht bei der größten Partei in der Bundesversammlung. Bis zur Präsidiumssitzung am 9. November will sich die CDU aber noch nicht auf eine Person festlegen. Nach Informationen von t-online aus Parteikreisen sowie laut „Spiegel“, „Bild“ und „SZ“ soll sich die Union auf Aigner festgelegt haben. Auch bei einer Umfrage unter t-online-Lesern hat die 61-Jährige die Nase vorn.
Wir haben t-online-Leser gefragt: Wen favorisieren Sie für die Steinmeier-Nachfolge? 59 Prozent der 600 Teilnehmer (Stand 28. Oktober) der Debatte sprachen sich klar für Ilse Aigner als Nachfolgerin aus. Hape Kerkeling kam mit 27 Prozent auf Platz zwei. Erst mit großem Abstand folgten die anderen Kandidaten – Sechs Prozent der Stimmen fielen auf Julia Klöckner (CDU). Am wenigsten Zuspruch bekamen Annegret Kramp-Karrenbauer und Karin Prien mit jeweils weniger als einem Prozent der Stimmen.
Aigner punktet mit Erfahrung und Bürgernähe
„Sie ist bodenständig, volksnah und als Landtagspräsidentin und ehemalige Bundes- und Landesministerin sowie weiteren politischen Funktionen mit dem politischen Betrieb vertraut“ – so begründet Rainer Kraus seine Stimme für die CSU-Politikerin Ilse Aigner. Zudem werde es seiner Meinung nach Zeit für eine Frau im Bundespräsidialamt. Günter Timberg ist die Frage des Geschlechts bei der Wahl egal: „Es muss eine fähige Person sein, und das ist Ilse Aigner.“
Monika Graber schließt sich dem Lob an und betont Aigners Fähigkeit, deutlich, aber diplomatisch aufzutreten. Andere beschreiben sie als kompetent, sympathisch und über Parteigrenzen hinweg akzeptiert. Jef le Granse sieht in ihr eine Frau mit „Erfahrung und Power“.
Elisabeth Couvigny-Erb stimmt für Aigner, obwohl sie SPD-Wählerin ist, und bezeichnet sie als „empathisch, klug und erfahren“. Damit teilt sie die Position von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, der sich auch für die Wahl der bayerischen CSU-Politikerin ausgesprochen hatte.

„Er bringt die Dinge auf den Punkt“
Beliebt ist bei Lesern aber auch die Idee, den Entertainer Hape Kerkeling zum nächsten Staatsoberhaupt zu wählen. Helga Gasser schreibt: „Ein Bundespräsident außerhalb der Politik tut dem Land gut.“ Georg Hofmockel nennt Kerkeling „gebildet, humorvoll, menschlich“ – das reiche aus, um Bundespräsident zu werden.
„Er bringt die Dinge auf den Punkt, ohne beleidigend und/oder laut zu werden. Das ist genau das, was ich mir von einem Menschen in dieser Position wünsche“, sagt Claudia Leschinski. Wolfgang Vollrath findet, Kerkeling würde frischen Wind in das Amt bringen: „Keine abgedroschenen, inhaltsleeren Reden mehr, die ohnehin keinen interessieren.“ Klartext! Und ein bisschen Unterhaltung darf auch sein.“ Zuletzt hatte Kerkeling die AfD im Thüringer Landtag scharf kritisiert.