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Politik

AfD sieht sich als Opfer

wochentlich.deBy wochentlich.de25 Juli 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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AfD sieht sich als Opfer
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Hakenkreuzskandal im Landtag

„Politische Enthemmung“: AfD attackiert SPD-Vorstand


Aktualisiert am 25.07.2025 – 17:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Daniel Born (SPD), ehemaliger Vizepräsident des baden-württembergischen Landtags: Er malte ein Hakenkreuz auf einen Wahlzettel. (Quelle: SPD-Landtagsfraktion)

Nach dem Hakenkreuzskandal im Stuttgarter Landtag sieht sich die AfD als Opfer. Die SPD spricht nach dem Rücktritt von Parlamentsvize Born von einem schweren Fehler.

Andreas Stoch, SPD-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag, sprach von einem „schwerwiegenden Fehler“ und erklärte: „Für meine Fraktion und mich ist es konsequent und richtig, dass er von seinem Amt als Vizepräsident des Landtags zurücktritt und auch seinen Austritt aus der Fraktion erklärt hat.“

Der Vorfall im Stuttgarter Landtag hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht. In einer ersten Mitteilung sprach Born von einer „Kurzschlussreaktion“. Das erklärt manches, entschuldigt aber nichts. Die AfD sah sich am Freitag in ihrer Selbsteinschätzung der steten Vorverurteilung bestätigt und forderte den Rücktritt der gesamten SPD-Landesspitze.

„Der SPD-Parteivorstand einschließlich des Landesvorsitzenden Andreas Stoch ist es, der für diese politische Enthemmung die Verantwortung trägt“, sagte AfD-Landeschef Markus Frohnmaier t-online. Die SPD-Spitze habe sich aus dem zivilisierten Diskurs verabschiedet, die AfD „zum Abschuss freigegeben“ und hetze in der Kommunikation und auf Parteitagen pausenlos die eigenen Mitglieder gegen die AfD auf. Es sei „daher kein Wunder, dass einzelne SPD‑Mitglieder völlig durchdrehen“, so Frohnmaier weiter. „Das muss Konsequenzen haben. Der SPD‑Parteivorstand muss zurücktreten.“

Martin Sellner, österreichischer Vordenker der neuen Rechten, der das Konzept der „Remigration“ von Zugewanderten propagiert, erklärte auf der Plattform X: „Landtagspräsidentin Aras beschuldigt die AfD, ein Hakenkreuz gekritzelt zu haben – und jetzt haltet euch fest: Es war der SPD-Vizepräsident des Landtags! Man kann sich das nicht ausdenken.“ Die niedersächsische AfD-Abgeordnete Vanessa Behrend kommentierte eine Medienschlagzeile mit den Worten: „War bestimmt die AfD.“

Am Freitag hatte die Landtagsverwaltung Strafanzeige wegen der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen gestellt. Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) hatte zuvor „die verantwortliche Person zur Niederlegung des Mandats“ aufgefordert. Dem kam Born nach seinem überraschenden Geständnis nur halb nach. Er legte zunächst nur sein Amt als Vizepräsident nieder.

Aras forderte Born auf, auch sein Landtagsmandat zurückzugeben. Es sei folgerichtig, dass Born sie darüber informiert habe, sein Amt als Vizepräsident des Parlaments niederzulegen. „Dennoch erwarte ich, dass er auch sein Mandat niederlegt“, erklärte Aras. Bei der Abstimmung im Landtag war es um die Besetzung des Oberrheinrats gegangen, einem grenzüberschreitenden Gremium zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

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