Proteste nach Wahl
Zehntausende gehen bundesweit gegen AfD auf die Straße
13.09.2026 – 13:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt wird der Ruf nach einem Verbotsverfahren lauter. Das zeigt sich auch auf den Straßen.
Zehntausende Menschen sind in verschiedenen deutschen Städten gegen Rechtsextremismus und die AfD auf die Straße gegangen. Besonders große Kundgebungen gab es am Samstag in Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München. Auch in Magdeburg, Leipzig, Mainz und Saarbrücken demonstrierten insgesamt mehrere Tausend Menschen. Für Sonntag waren weitere Proteste in Dresden und Kiel geplant.
Anlass für die Demonstrationen sind vor allem das jüngste Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt und die Debatte über den Umgang mit der AfD. Bei der Landtagswahl vor einer Woche hatte die AfD in Sachsen-Anhalt mit knapp 44 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen bekommen, eine absolute Mehrheit allerdings verfehlt.
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Rund 25.000 Teilnehmer in Hamburg, 20.000 in Düsseldorf
In Düsseldorf beteiligten sich am Samstag nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und Veranstaltern rund 20.000 Menschen an einem Protestzug unter dem Motto „Kein Schritt zurück! Gegen die AfD und rechte Hetze!“. In Hamburg zogen nach Angaben der Veranstalter rund 25.000 Menschen unter dem Motto „Zeit zum Handeln – Freiheit muss verteidigt werden“ durch die Innenstadt.
Auch in Berlin demonstrierten am Samstag Menschen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen eine Normalisierung rechter Politik. Bei einer sogenannten Sterndemonstration zogen mehrere Züge zum Roten Rathaus. Die Polizei sprach von 18.000 Teilnehmern. Die Veranstalter sprachen von 32.000.
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Für Sonntag war in Dresden eine Kundgebung auf dem Theaterplatz vor der Semperoper geplant, ebenfalls unter dem Motto „Zeit zum Handeln“. In Kiel rief ein Bündnis aus Gewerkschaften, Umweltverbänden und anderen Gruppen zu einer Demonstration unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt!“ auf. Man wolle „Solidarität mit allen betroffenen Menschen in Sachsen-Anhalt“ zeigen und ein deutliches Zeichen gegen die AfD setzen.
„Prüf“-Proteste in mehreren Städten
In mehreren Städten fanden zudem Kundgebungen der bundesweiten „Prüf“-Protestreihe statt. Die Initiative ruft jeweils am zweiten Samstag im Monat zu Demonstrationen auf. Sie fordert, dass die Parteien vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft wurden.
Die größte Kundgebung gab es nach Polizeiangaben in München mit rund 12.000 Teilnehmern. In Mainz kamen rund 2.000, in Saarbrücken rund 1.500 und in Magdeburg rund 1.100 Menschen zusammen.