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Politik

„Mecklenburg-Vorpommern kann Merz stürzen“: Wagenknecht startet Wahlaufruf

wochentlich.deBy wochentlich.de13 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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„Dann ist Merz Geschichte“

Wagenknecht startet ungewöhnlichen Wahlaufruf


13.09.2026 – 15:55 UhrLesedauer: 2 Min.

"Ich bin überhaupt nicht verzweifelt", sagt Sahra Wagenknecht.Vergrößern des Bildes

Sahra Wagenknecht: Sie wendet sich in einem Wahlaufruf gegen Kanzler Merz. (Quelle: Thomas Imo/photothek für t-online)

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht will ihre Partei in Mecklenburg-Vorpommern über die Fünfprozenthürde hieven. Sie tut das nun mit einer besonderen Zusicherung.

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ruft CDU-Wähler und Kanzler-Kritiker in Mecklenburg-Vorpommern dazu auf, das BSW zu wählen. „Mecklenburg-Vorpommern kann Merz stürzen“, sagte sie t-online am Sonntag. „Wenn wir einziehen und die CDU aus dem Landtag fliegt, ist Merz Geschichte.“

In Mecklenburg-Vorpommern wird am kommenden Sonntag, dem 20. September, gewählt. Das BSW stand dort in Umfragen in den vergangenen Wochen bei vier bis fünf Prozent Zustimmung, muss also um den Einzug in den Landtag bangen. Die CDU steht bei sechs bis zehn Prozent, Tendenz: sinkend. Stärkste Parteien sind AfD und SPD.

12.000 Wähler wechselten von CDU zu BSW

Kanzler Friedrich Merz (CDU) gilt als angeschlagen. In seiner Partei kursieren Medienberichten zufolge Pläne, ihn zu ersetzen. Ob dieser Schritt aber nach einem weiteren Wahldebakel für die CDU am nächsten Sonntag, wenn Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wählen, tatsächlich gegangen wird, ist unklar.

In Sachsen-Anhalt hätten viele CDU-Wähler BSW gewählt, argumentiert Wagenknecht vor diesem Hintergrund. „Wiederholen wir das, ist Merz weg. Wer Merz ablösen will, sollte BSW wählen!“ Tatsächlich sind laut Wählerwanderung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rund 12.000 Wähler von der CDU zum BSW gewechselt – mehr sind nur von der Linken zum BSW gewandert.

Wagenknecht wirbt für „überparteilichen Ministerpräsidenten“

Ein zweites Ziel des BSW in Mecklenburg-Vorpommern sei „die Verhinderung von Rot-Rot-Grün“, so Wagenknecht. Nur wenn das BSW in den Landtag einziehe, gebe es die Chance, dass die aktuell im Land regierende Koalition aus SPD und Linke „keine Laufzeitverlängerung durch Rot-Rot-Grün“ bekomme. „Wir brauchen stattdessen einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiert – auch unter Einbeziehung der AfD“, so Wagenknecht weiter.

Auch in Sachsen-Anhalt wirbt das BSW für einen „überparteilichen Ministerpräsidenten“. Die AfD als stärkste Kraft lehnt diesen Vorstoß ab. Wen Wagenknecht und ihre Partei als möglichen Ministerpräsidenten erwägen, ist in beiden Ländern unklar. Auch wie die Regierung unter einem solchen Landeschef genau zusammengestellt sein soll, ist unklar.

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