Slowenien führt Streckenradar ein

ADAC warnt vor neuer Bußgeldfalle


24.09.2026 – 15:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Neue Technik in Slowenien: Das Urlaubsland misst die Geschwindigkeit auf Autobahnen nicht mehr an einem festen Punkt, sondern berechnet die Fahrzeit für die gesamte Strecke. (Quelle: brunocoelho via imago-images.de)

Slowenien führt eine neue Tempomessung ein. Wer hier kurzfristig abbremst, ist nicht mehr vor Bußgeldern geschützt. Und die können sehr hoch ausfallen. Was Urlauber nun beachten sollten.

Ob für den Urlaub in den Alpen oder als Transitroute nach Kroatien: Für Millionen Autofahrer ist Slowenien ein wichtiges Reiseland. Künftig kommt dort auf mehreren Autobahnabschnitten ein Kontrollsystem zum Einsatz, das Autofahrer bislang nur aus anderen Ländern kennen. Bei der sogenannten Section Control wird nicht mehr an einem festen Punkt geblitzt. Stattdessen misst die Anlage das Durchschnittstempo über eine längere Strecke.

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Das System erfasst die Fahrzeuge am Anfang und am Ende des überwachten Bereichs. Aus der zurückgelegten Entfernung und der Fahrzeit errechnet es die Durchschnittsgeschwindigkeit. Auf slowenischen Autobahnen gilt grundsätzlich Tempo 130. Maßgeblich ist jedoch immer die vor Ort ausgeschilderte Geschwindigkeit, da auf einzelnen Abschnitten niedrigere Limits gelten können.

Derzeit betrifft die Section Control mehrere Bereiche auf den wichtigen Transitrouten A1 und A2.

  • A1: Logatec – Vrhnika in Richtung Ljubljana
  • A2: Ljubljana-Brod – Vodice in Richtung Kranj
  • A2: Grosuplje – Ivančna Gorica in Richtung Novo Mesto

Ein weiterer Kontrollabschnitt auf der A1 zwischen Podmilj und Ločica soll in Kürze folgen.

Die Ausnahme bei offenen Messstrecken

Der Abschnitt auf der A1 ist als geschlossener Bereich ohne Zu- und Abfahrten angelegt. Die beiden Bereiche auf der A2 sind dagegen offene Abschnitte mit regulären Ein- und Ausfahrten.

Wer einen solchen Abschnitt vor dem Endpunkt des überwachten Bereichs verlässt oder erst nach dessen Beginn auf die Autobahn auffährt, kann vom System nicht für die Durchschnittsmessung erfasst werden. In diesen Fällen fehlt eine der beiden notwendigen Zeitaufzeichnungen.

Diese Bußgelder drohen

Wer auf überwachten Strecken zu schnell fährt, muss mit spürbaren Strafen rechnen:

  • Mehr als 20 km/h zu schnell: mindestens 40 Euro Bußgeld
  • Mehr als 50 km/h zu schnell: mindestens 1.200 Euro Bußgeld

Das kurze Bremsen vor einer Radarstation ist somit nutzlos. Bei der Section Control gibt es nur eine Fahrweise, die vor einem Bußgeld schützt: das strikte Einhalten des Tempolimits.

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