Neue Studie zur Langlebigkeit
Dieses deutsche Auto zählt zur Weltspitze
24.09.2026 – 13:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Langlebigkeit ist messbar. Und manchmal fallen die Ergebnisse überraschend aus. In einer neuen Studie ziehen Toyota und Lexus davon, während deutsche Marken klar unter dem Durchschnitt bleiben.
Deutsche Premiummarken genießen den Ruf, besonders langlebige Autos zu bauen. Mercedes-Benz, BMW und Audi stehen für Ingenieurskunst, Qualität und Langstreckentauglichkeit. Eine große Auswertung des US-amerikanischen Portals iSeeCars zeichnet bei extrem hohen Laufleistungen jedoch ein anderes Bild: Deutsche Marken liegen deutlich hinter ihren japanischen Wettbewerbern.
Für die Studie wurden Daten von mehr als 395 Millionen Fahrzeugen ausgewertet. Die Autoren ermittelten die Wahrscheinlichkeit, dass Fahrzeuge eines Modells oder einer Marke im US-Fahrzeugbestand eine Laufleistung von 250.000 Meilen erreichen. Das entspricht rund 400.000 Kilometern.
Diese Wahrscheinlichkeit liegt über alle untersuchten Fahrzeuge hinweg bei 5,4 Prozent. Mit anderen Worten: Nur etwa jedes 19. Fahrzeug erreicht diese hohe Laufleistung. Bei deutschen Autos fällt dieser Wert jedoch ganz anders aus.
Mercedes, BMW und Audi liegen deutlich zurück
In der Markenwertung liegen die deutschen Premiumhersteller weit unter dem Durchschnitt. Laut iSeeCars erreicht Mercedes-Benz 2,6 Prozent, BMW und Audi jeweils 0,5 Prozent. Volkswagen erreicht 1,5 Prozent.
Zum Vergleich: Toyota erreicht 19,7 Prozent, Lexus 14,4 Prozent, Honda 13,3 Prozent und Acura 9,5 Prozent.
Die Studie zeigt somit nicht nur einen Unterschied zwischen Volumen- und Premiummarken. Sie macht auch einen deutlichen Abstand innerhalb des Premiumsegments sichtbar. Denn auch Lexus und Acura gehören zu den höher positionierten Marken, erreichen den Wert von 250.000 Meilen aber deutlich häufiger als Mercedes-Benz, BMW und Audi.
Premiumautos fahren oft weniger
Die Werte sollten dennoch nicht als direkter Zuverlässigkeitstest missverstanden werden, denn iSeeCars misst nicht, welches Auto ohne Defekt am längsten hält. Die Auswertung schätzt vielmehr statistisch, welche Fahrzeuge im US-Bestand besonders häufig sehr hohe Kilometerstände erreichen.
Auch das Nutzungsprofil spielt eine Rolle. Luxusmarken kommen im Durchschnitt auf 3,4 Prozent, Volumenmarken auf 5,8 Prozent. Ein möglicher Grund dafür ist die geringere jährliche Fahrleistung von Luxusfahrzeugen. Wer weniger fährt, braucht länger, um 400.000 Kilometer zu erreichen, und taucht entsprechend seltener in einer solchen Statistik auf.
Trotzdem bleibt der Abstand auffällig. Die Beispiele von Lexus und Acura zeigen, dass eine Premiumpositionierung allein keine Erklärung für niedrige Werte ist.
Die G-Klasse ist die deutsche Ausnahme
Auf Modellebene schafft es nur ein deutsches Fahrzeug in die Spitzengruppe: die Mercedes-Benz G-Klasse. Unter den 27 Modellen mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, 250.000 Meilen zu erreichen, landet sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 17,3 Prozent auf Rang 14.
iSeeCars führt die Platzierung auf die robuste Konstruktion und den Ursprung der G-Klasse als besonders belastbares Geländefahrzeug zurück.
Marken wie BMW, Audi, Porsche oder Volkswagen tauchen im Gesamtranking der 27 langlebigsten Modelle hingegen nicht auf.
